monday.com Erfahrungen 2026: Wie gut ist die Plattform für Teams und Projekte wirklich?

monday.com Work-Management-Plattform mit Projektboards, Aufgaben, Automatisierungen und Dashboards
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monday.com ist eines dieser Tools, bei denen „Projektmanagement-Software” inzwischen fast zu klein klingt.

Du kannst damit Aufgaben verteilen, Kampagnen planen, Projekte über Gantt-Charts verfolgen, Freigaben automatisieren, Dashboards bauen und externe Tools anbinden. Dazu kommen inzwischen AI-Funktionen, Agenten und separate Produkte für CRM, Softwareentwicklung und Service-Prozesse.

Das klingt beeindruckend. Es macht die Kaufentscheidung aber auch schwieriger.

Denn die eigentliche Frage lautet 2026 nicht mehr nur: Ist monday.com besser als eine Excel-Tabelle oder ein Kanban-Board?

Sondern: Braucht dein Team diese Flexibilität wirklich – und ab welchem Punkt wird sie teuer oder unnötig komplex?

Für diesen Check habe ich deshalb vor allem auf monday AI Work Platform als zentrale Work-Management-Lösung geschaut und CRM, Automatisierungen, Integrationen und AI dort eingeordnet, wo sie tatsächlich zum Ökosystem gehören. Das ist wichtig, weil monday inzwischen mehrere eigenständig bepreiste Produkte anbietet. CRM, Dev und Service sind also nicht einfach vollständig im normalen Work-Management-Abo enthalten.

Mein kurzer Eindruck: monday.com ist besonders stark für Teams, die ihre Prozesse tatsächlich anpassen und automatisieren möchten. Wer dagegen nur Aufgaben abhaken will, bezahlt schnell für eine Plattform, deren Möglichkeiten er kaum nutzt.

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Was ist monday.com heute eigentlich?

monday.com begann als visuell orientierte Work-Management-Plattform. Inzwischen beschreibt das Unternehmen sein Angebot als AI Work Platform.

Im Zentrum stehen weiterhin Boards. Dort können Aufgaben, Projekte, Kunden, Kampagnen oder andere Prozesse als strukturierte Datensätze abgebildet werden. Dazu kommen unterschiedliche Ansichten wie Kalender, Timeline und Gantt, Dashboards, Dokumente, Formulare, Automatisierungen und Integrationen.

Das Ökosystem ist heute aber breiter.

monday unterscheidet aktuell vier eigenständige Produktbereiche:

ProduktSchwerpunkt
monday AI Work PlatformProjekte, Aufgaben und unternehmensweite Workflows
monday CRMLeads, Kontakte, Deals und Vertriebsprozesse
monday devProdukt- und Softwareentwicklung
monday serviceTickets, Service und interne Anfragen

Die Produkte basieren auf derselben Plattform, werden aber separat bepreist und können einzeln oder kombiniert gebucht werden.

Diese Trennung sollte man vor dem Kauf verstanden haben.

Nur weil monday auf seiner Website CRM, Development und Service zeigt, heißt das nicht automatisch, dass sämtliche Spezialfunktionen mit einem normalen Work-Management-Plan freigeschaltet sind.

Work Management: Hier ist monday.com am stärksten

Für klassisches Projekt- und Work Management ist monday ziemlich überzeugend aufgebaut.

Ein Board kann zum Beispiel eine Marketingkampagne abbilden. Jede Zeile ist eine Aufgabe, dazu kommen Verantwortliche, Status, Deadline, Priorität, Budget oder andere selbst definierte Felder.

Dasselbe Prinzip funktioniert aber auch für:

  • Content-Kalender;
  • Recruiting-Prozesse;
  • Produktlaunches;
  • Kundenprojekte;
  • Eventplanung;
  • operative Checklisten;
  • Produktionsabläufe;
  • interne Freigaben.

Die Stärke ist weniger ein revolutionäres einzelnes Feature als die Anpassbarkeit.

Du entscheidest ziemlich weitgehend selbst, welche Spalten, Status und Ansichten dein Team braucht.

Für die langfristige Übersicht kommen Dashboards dazu. Sie können Daten aus mehreren Boards zusammenziehen und beispielsweise Projektstatus, Kapazität oder Kennzahlen visualisieren. Ab Standard gehören auch Timeline- und Gantt-Ansichten zum Funktionsumfang.

monday.com Projektboard mit Aufgaben, Verantwortlichen, Status, Deadlines und verschiedenen Projektansichten

Wo liegt der Vorteil gegenüber einer normalen Aufgabenliste?

Bei kleinen Projekten zunächst gar nicht unbedingt.

Wenn drei Leute zehn Aufgaben koordinieren, funktioniert auch eine einfache To-do-App.

monday wird interessanter, sobald Aufgaben miteinander verbunden sind: ein Statuswechsel soll eine Person benachrichtigen, eine Freigabe soll den nächsten Schritt starten, externe Gäste sollen nur ein bestimmtes Projekt sehen und die Geschäftsführung möchte mehrere Projekte in einem Dashboard verfolgen.

Dann wird aus der Aufgabenliste ein Workflow-System.

Kanban, Kalender und Gantt: Ein Prozess, mehrere Ansichten

Eine Sache macht monday besonders angenehm: Du musst Daten nicht für jede Darstellung neu anlegen.

Dasselbe Projekt lässt sich als klassische Tabelle, Kanban, Kalender, Timeline oder Gantt-Ansicht betrachten – vorausgesetzt, dein Tarif enthält die entsprechende Ansicht.

Das ist praktisch, weil verschiedene Rollen selten dieselbe Darstellung bevorzugen.

Ein Content-Team arbeitet vielleicht gern mit Kalender und Kanban.

Eine Projektleitung braucht eher Gantt und Abhängigkeiten.

Das Management will am Ende nur ein Dashboard sehen.

Genau diese unterschiedlichen Ebenen kann monday gut abbilden.

Automatisierungen: eine der stärksten Funktionen – mit Limits

Automatisierungen sind einer der Punkte, wegen denen ich monday eher als Workflow-Plattform denn als reine Projektmanagement-App sehen würde.

Sie funktionieren grundsätzlich nach einer einfachen Wenn-dann-Logik.

Zum Beispiel:

Wenn der Status auf „Freigegeben” wechselt → weise die nächste Aufgabe Person X zu.

Oder:

Wenn die Deadline erreicht ist → sende eine Benachrichtigung.

Oder:

Wenn ein neuer Datensatz eingeht → erstelle automatisch eine Aufgabe.

monday nennt unter anderem Status-Updates, Deadline-Erinnerungen, automatische Aufgabenverteilung, Benachrichtigungen und benutzerdefinierte Workflows als mögliche Einsatzgebiete. Dafür ist kein eigener Code notwendig.

Das klingt zunächst unbegrenzt. Ist es aber nicht.

Die Actions sind beim Tarifvergleich wichtig

Im Standard-Plan stehen aktuell jeweils 250 Automation Actions und 250 Integration Actions pro Monat zur Verfügung.

Im Pro-Plan steigt das auf jeweils 25.000.

Enterprise bietet bis zu 250.000.

Eine Action ist vereinfacht gesagt eine tatsächlich ausgeführte Aktion innerhalb einer Automation. Bei komplexeren Abläufen kann ein einziger Workflow mehrere Actions verbrauchen. Selbst Benachrichtigungen an mehrere Personen können entsprechend mehrfach zählen.

Das ist für kleine Teams ein Detail, das man leicht übersieht.

250 klingt zunächst ausreichend. Wenn mehrere automatisierte Abläufe jeden Tag auf dutzende Tasks reagieren, kann dieses Kontingent überraschend schnell verschwinden.

Für ernsthafte Automatisierung ist Pro deshalb wesentlich realistischer als Standard.

monday.com Automation mit Auslöser, Bedingung und automatischer Aktion in einem Projektworkflow

Integrationen: gut, wenn monday nicht noch ein weiteres Datensilo werden soll

Eine Projektplattform funktioniert nur dann wirklich gut, wenn das Team nicht ständig Informationen zwischen fünf Apps kopiert.

monday bietet dafür ein großes Ökosystem aus nativen Integrationen, Marketplace-Apps und APIs.

Die Plattform nennt inzwischen mehr als 850 Integrationen und Apps im gesamten Ökosystem. Zu den bekannten Anbindungen gehören beispielsweise Slack, Microsoft Teams, Google Drive, Gmail, Outlook, Zoom, GitHub, Salesforce und verschiedene weitere Business-Tools.

Dazu kommen API, SDK und MCP-Verbindungen.

Gerade für Unternehmen ist das ein großer Pluspunkt.

Eine Marketingkampagne kann beispielsweise Daten aus anderen Systemen übernehmen, Benachrichtigungen in Slack auslösen und gleichzeitig einen zentralen monday-Workflow behalten.

Aber auch hier gilt: Manche Integrationen beziehungsweise fortgeschrittene Möglichkeiten hängen vom Tarif ab. Wer monday mit einem bestehenden Tech-Stack verbinden möchte, sollte deshalb nicht nur fragen „Gibt es eine Integration?”, sondern „Ist genau die benötigte Funktion in unserem Plan enthalten?“

monday AI: 2026 deutlich mehr als Text zusammenfassen

AI ist bei monday inzwischen keine kleine Zusatzfunktion mehr.

Die Plattform baut AI direkt in Boards und Workflows ein. Zu den aktuellen Bausteinen gehören Sidekick, AI Columns, Meeting Notetaker, Agenten, AI Workflows und monday vibe, mit dem sich individuelle Business-Apps über Prompts erstellen lassen.

Sidekick

Sidekick ist der kontextbezogene AI-Assistent innerhalb der Plattform.

Er soll nicht nur Text erzeugen, sondern den Kontext aus Boards, Docs und Workflows verstehen und auch Aufgaben innerhalb des Accounts ausführen können.

Das ist interessanter als ein isolierter Chatbot.

Wenn die Projektdaten ohnehin in monday liegen, kann eine AI-Zusammenfassung tatsächlich auf den aktuellen Status des Teams reagieren.

AI Columns

AI kann auch direkt in Spalten verwendet werden.

Damit lassen sich beispielsweise Inhalte kategorisieren, zusammenfassen oder weiterverarbeiten, ohne dass jeder Datensatz manuell geöffnet werden muss.

AI Workflows und Agents

Noch spannender wird es bei agentenbasierten Workflows.

monday positioniert Agenten inzwischen als aktive Bestandteile von Arbeitsabläufen. Sie sollen Informationen recherchieren, Workflows überwachen oder spezialisierte Aufgaben übernehmen können. Zusätzlich lassen sich über MCP externe AI-Tools mit dem monday-Kontext verbinden.

monday AI mit Sidekick, AI Columns, Agents und automatisierten Workflows innerhalb eines Projektboards

Ist die AI kostenlos enthalten?

Nicht pauschal.

Der aktuelle Work-Management-Preistable zeigt unterschiedliche AI-Kontingente und Funktionsstufen je Tarif. Basic startet derzeit mit 1.000 AI Credits pro Monat, Standard mit 2.000 und Pro mit 3.000; weitere Credits können je nach Angebot zusätzlich gekauft werden. Der Free-Tarif hat keine regulären AI-Funktionen wie die bezahlten Pläne.

Die genaue Credit-Nutzung würde ich vor Vertragsabschluss direkt auf der Pricing-Seite prüfen, weil monday sein AI-Modell sichtbar weiterentwickelt.

Sieh dir monday AI, Automatisierungen und die aktuell enthaltenen Funktionen direkt bei monday.com an →

monday CRM: sinnvoll, aber ein eigenes Produkt

Die CRM-Funktionen von monday sind inzwischen so umfangreich, dass man sie nicht mehr als kleines Template im Projektmanagement abtun sollte.

monday CRM bietet unter anderem:

  • Leads und Kontakte;
  • Deal-Pipelines;
  • Aktivitäten und Kommunikation;
  • E-Mail-Workflows;
  • Reporting;
  • Lead-Erfassung;
  • AI Notetaker;
  • AI-gestützte Lead- und Sales-Funktionen.

Die aktuelle CRM-Plattform kann beispielsweise Kontakte aus Formularen und Imports übernehmen, Kommunikation mit einem Kontakt zentralisieren und AI zur Zusammenfassung beziehungsweise Priorisierung einsetzen.

Für Vertriebsteams kann das spannend sein, weil CRM und operative Projektarbeit auf derselben Plattformfamilie liegen.

Der entscheidende Punkt ist aber wieder die Preisstruktur:

monday CRM wird separat bepreist.

Wenn du Work Management und CRM brauchst, solltest du deshalb die Gesamtkosten des gewünschten Bundles vergleichen und nicht davon ausgehen, dass ein Pro-Work-Management-Abo automatisch das vollständige CRM enthält.

monday CRM mit Sales-Pipeline, Kontakten, Deals und zentral erfassten Kundenaktivitäten

monday.com Preise 2026: Was kostet Work Management?

Die öffentlich angezeigten Preise der monday AI Work Platform lagen bei meinem Check am 05. Oktober 2026 bei folgenden Beträgen in US-Dollar bei jährlicher Abrechnung:

TarifPreis pro Seat/Monat*Wichtige Einordnung
Free0 $bis 2 Nutzer, max. 3 Boards
Basic9 $unbegrenzte Items, Basisfunktionen
Standard12 $Gantt/Timeline, Gäste, 250 Automations + 250 Integrations
Pro19 $25.000 Actions, private Boards, Time Tracking, erweiterte Views
EnterpriseindividuellGovernance, Portfolio, größere Limits, Enterprise Support

*Stand 05.10.2026, jährliche Abrechnung laut öffentlich angezeigter Pricing-Seite. Abrechnung, Währung, Steuern, Aktionen und regionale Konditionen können je nach Land und Vertrag abweichen.

Free: gut zum Kennenlernen, nicht für ein richtiges Team

Der kostenlose Plan ist dauerhaft verfügbar, aber auf zwei Nutzer und drei Boards beschränkt.

Für Einzelpersonen oder zwei Leute, die monday ausprobieren möchten, reicht das.

Als dauerhafte Basis für ein wachsendes Team ist er ziemlich schnell ausgereizt.

Basic: günstig, aber überraschend begrenzt

Basic kostet aktuell 9 US-Dollar pro Seat und Monat bei Jahresabrechnung.

Für einfache Boards und Aufgaben reicht das grundsätzlich.

Das Problem: Viele Funktionen, wegen denen monday interessant wird, beginnen erst bei Standard oder Pro.

Wenn du Automatisierungen, Integrationen, Gantt oder externe Gäste ernsthaft nutzen möchtest, ist Basic für mich selten der Sweet Spot.

Standard: wahrscheinlich der sinnvollste Einstieg für kleine Teams

Standard kostet derzeit 12 US-Dollar pro Seat und Monat.

Du bekommst Timeline, Gantt, Kalender, Guest Access sowie Automatisierungen und Integrationen.

Der Schwachpunkt sind die jeweils 250 Actions pro Monat.

Für gelegentliche Automatisierungen reicht das. Bei intensivem Workflow-Management kann es knapp werden.

Pro: dort beginnt monday für anspruchsvollere Prozesse

Pro kostet derzeit 19 US-Dollar pro Seat und Monat bei jährlicher Abrechnung.

Die Automation- und Integration-Limits steigen jeweils auf 25.000 Actions. Außerdem kommen unter anderem private Boards und Docs, Time Tracking, fortgeschrittene Ansichten und weitere Spaltentypen hinzu.

Für ein Team, das monday wirklich als operative Plattform nutzen will, finde ich Pro deutlich logischer.

Der Sprung von 250 auf 25.000 Actions ist enorm.

Enterprise

Enterprise wird individuell kalkuliert.

Hier kommen unter anderem Portfolio- und Resource Management, mehrstufige Berechtigungen, größere API- und Automation-Limits sowie Enterprise-Support hinzu.

Vergleich der monday.com Tarife Free, Basic, Standard und Pro mit Preisen und wichtigsten Funktionsunterschieden

Aktuelle monday.com Preise, AI Credits und Tariflimits direkt vergleichen →

Das eigentliche Preisproblem: Seats und Feature-Grenzen

Der reine Preis pro Nutzer sieht zunächst ziemlich moderat aus.

Schwieriger wird es, wenn ein kleines Unternehmen nur wenige aktive Personen hat, aber eine Funktion aus einem höheren Tarif braucht.

In Nutzerbewertungen wird genau dieser Punkt wiederholt kritisiert: Manche Teams mögen die Plattform, empfinden aber Preisstruktur, höhere Feature-Tiers oder Seat-Anforderungen als wenig flexibel. Capterra-Rezensenten nennen insbesondere den Preis für kleinere Teams und das Freischalten fortgeschrittener Funktionen als wiederkehrende Einschränkung.

Deshalb würde ich monday nicht nach dem günstigsten Einstiegstarif bewerten.

Rechne mit dem Tarif, den dein echter Workflow benötigt.

Wenn du Pro-Funktionen brauchst, bringt es wenig, die Plattform gedanklich mit 9 Dollar pro Seat zu kalkulieren.

Wie einfach ist monday.com im Alltag?

Die Oberfläche ist visuell und grundsätzlich ziemlich zugänglich.

Statusfarben, Spalten und Boards versteht man schnell. Ein simples Projekt lässt sich ohne tagelanges Training aufsetzen.

Die Lernkurve steigt aber mit der Flexibilität.

Sobald du mehrere Boards verbindest, Mirror Columns nutzt, komplexe Dashboards aufbaust oder Automatisierungen über verschiedene Prozesse verteilst, wird aus „bunter Aufgabenliste” ein ziemlich mächtiges System.

Genau dieses Muster taucht auch bei Capterra auf.

monday AI Work Platform steht dort aktuell bei 4,6 von 5 Punkten aus mehr als 6.000 Bewertungen. Besonders häufig werden Anpassbarkeit, Projektübersicht und Automatisierungen positiv hervorgehoben. Gleichzeitig nennen Nutzer komplexere Setups, Pricing und die Lernkurve fortgeschrittener Funktionen als wiederkehrende Schwächen.

Für mich ist das ziemlich plausibel.

monday ist leicht zu starten, aber nicht automatisch leicht zu meistern.

Wo wird monday.com zu komplex?

Die größte Stärke kann auch die größte Schwäche werden.

Weil praktisch jedes Team eigene Boards, Spalten und Automationen bauen kann, entsteht schnell Wildwuchs.

Marketing baut drei Boards.

Operations fünf.

Sales nutzt parallel CRM.

Jemand erstellt eine zweite Version derselben Kundendaten.

Nach einem Jahr weiß niemand mehr, welches Board eigentlich die verlässliche Quelle ist.

Das ist kein ausschließliches monday-Problem. Es betrifft flexible No-Code- und Work-Management-Plattformen generell.

Trotzdem würde ich ab einer gewissen Unternehmensgröße klare Regeln festlegen:

Wer darf neue Workspaces erstellen?

Wie heißen Boards?

Welche Daten liegen wo?

Welche Automatisierungen sind produktiv?

Wer ist Owner?

Welche Prozesse gehören ins CRM und welche ins Work Management?

Ohne Governance wird aus Flexibilität irgendwann Chaos.

monday.com für kleine Unternehmen: lohnt sich das?

Ja – aber nicht automatisch.

Für ein kleines Unternehmen mit fünf bis zehn Personen kann monday sehr gut funktionieren, wenn mehrere Prozesse in einem System zusammenlaufen sollen.

Zum Beispiel:

Marketingkampagnen, Content-Planung, Kundenprojekte und interne Operations.

Dann ist es angenehm, dass das Team nicht für jeden Prozess eine andere App lernen muss.

Wenn ihr dagegen ausschließlich eine gemeinsame To-do-Liste braucht, würde ich auch einfachere Tools vergleichen.

Was sind gute Alternativen zu monday.com?

Die naheliegenden Alternativen hängen stark vom Workflow ab.

Asana ist besonders stark bei strukturiertem Task- und Project Management.

Trello bleibt einfacher und sehr visuell, ist aber bei komplexen Workflows schneller limitiert.

ClickUp verfolgt ebenfalls einen breiten All-in-one-Ansatz und konkurriert stärker mit monday bei Funktionsumfang.

Notion ist besonders attraktiv, wenn Dokumentation und Wissensmanagement mindestens so wichtig sind wie klassisches Projektmanagement.

Jira bleibt für viele Software- und Engineering-Teams die spezialisiertere Lösung.

monday ist in dieser Gruppe für mich vor allem dann attraktiv, wenn verschiedene Abteilungen mit stark unterschiedlichen Workflows auf derselben Plattform arbeiten sollen.

Stärken und Schwächen von monday.com

Stärken

  • sehr flexibel anpassbare Boards und Prozesse
  • starke visuelle Projektansichten
  • gute Automatisierungen
  • große Integrations- und App-Auswahl
  • Dashboards und Multi-Board-Workflows
  • AI inzwischen tief in Plattform integriert
  • eigenständiges CRM, Dev und Service im Ökosystem
  • starker Capterra-Nutzertenor

Einschränkungen

  • kann mit wachsender Komplexität unübersichtlich werden
  • wichtige Funktionen liegen teilweise in höheren Tarifen
  • Standard-Limit mit 250 Actions relativ knapp
  • Kosten steigen mit Seats und Funktionsbedarf
  • Setup komplexer Workflows braucht Zeit
  • AI Credits und Limits müssen mitkalkuliert werden
  • Spezialprodukte werden separat bepreist
  • kritischere Erfahrungen bei Support/Billing auf Trustpilot

Für wen eignet sich monday.com?

monday.com passt besonders gut zu Teams, die mehr als eine gemeinsame Aufgabenliste brauchen.

Ich sehe den größten Nutzen bei Agenturen, Marketingteams, Operations, Projektorganisationen und wachsenden Unternehmen, die mehrere Prozesse standardisieren möchten.

Auch abteilungsübergreifend ist das System interessant, weil dieselbe Plattform sehr unterschiedliche Workflows abbilden kann.

Weniger überzeugend finde ich monday für Soloselbstständige oder Mini-Teams, die eigentlich nur Tasks, Deadlines und Notizen benötigen.

Dann ist die Flexibilität schnell Overkill.

Auch Unternehmen, die praktisch alle fortgeschrittenen Funktionen benötigen, sollten früh mit dem Pro- oder Enterprise-Preis rechnen statt später überrascht hochzustufen.

Preis-Leistung: Wann ist monday sein Geld wert?

Der Preis wirkt für mich fair, wenn monday tatsächlich mehrere manuelle Prozesse ersetzt.

Wenn ein Team damit Projektstatus zentralisiert, automatische Übergaben baut, Reporting vereinfacht und weniger Daten zwischen Tabellen und Chats kopiert, können 12 oder 19 Dollar pro Seat durchaus sinnvoll sein.

Wenn monday dagegen nur ein hübscher Ort für Checkboxen bleibt, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich schwächer.

Die entscheidende Rechnung lautet deshalb nicht:

„Was kostet monday im Monat?”

Sondern:

„Welche Arbeit ersetzt oder vereinfacht monday tatsächlich?”

Gerade Automatisierungen sind dabei mein wichtigstes Kriterium.

Fazit: monday.com ist stark – wenn dein Team die Plattform wirklich nutzt

monday.com gehört 2026 zu den umfangreicheren Work-Management-Plattformen und ist inzwischen weit von einer einfachen Kanban-App entfernt.

Boards und Ansichten sind schnell verständlich. Automatisierungen können wiederkehrende Arbeit deutlich reduzieren. Integrationen verbinden monday mit einem breiten bestehenden Software-Stack. AI wird inzwischen direkt in Workflows, Spalten und Agenten integriert.

Dazu kommen mit CRM, Dev und Service spezialisierte Produkte für weitere Unternehmensbereiche.

Genau diese Breite ist aber auch der Punkt, an dem ich vor einer spontanen Buchung bremsen würde.

monday.com lohnt sich besonders für Teams, die ihre Workflows bewusst strukturieren, automatisieren und über mehrere Projekte oder Abteilungen hinweg sichtbar machen wollen.

Für eine einfache Aufgabenverwaltung gibt es schlankere Alternativen.

Beim Tarif würde ich für ein echtes Team meistens zuerst Standard prüfen. Sobald Automatisierungen ein zentraler Bestandteil des Setups sind, wirkt Pro mit seinen wesentlich höheren Action-Limits langfristig deutlich plausibler.

Und bevor ein ganzes Unternehmen migriert, würde ich die kostenlose Probephase nutzen, einen echten Workflow nachbauen und nicht nur ein hübsches Demo-Board anschauen.

Das zeigt sehr schnell, ob monday für dein Team wirklich Arbeitszeit spart – oder nur eine weitere Plattform wird, die jeden Morgen geöffnet werden soll.

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Häufige Fragen zu monday.com

Ist monday.com kostenlos?

Ja. Die monday AI Work Platform bietet aktuell einen kostenlosen Tarif für bis zu zwei Nutzer mit maximal drei Boards. Für Teams und umfangreichere Funktionen werden kostenpflichtige Pläne benötigt.

Was kostet monday.com?

Bei jährlicher Abrechnung werden aktuell 9 US-Dollar pro Seat und Monat für Basic, 12 US-Dollar für Standard und 19 US-Dollar für Pro angezeigt. Enterprise wird individuell kalkuliert. Preise, Steuern und regionale Währungen können sich unterscheiden. Stand: 05. Oktober 2026.

Ist monday.com nur für Projektmanagement geeignet?

Nein. Die Plattform kann unter anderem Marketing-, Operations-, HR- und andere Business-Workflows abbilden. Zusätzlich gibt es separate Produkte für CRM, Softwareentwicklung und Service Management.

Hat monday.com ein CRM?

Ja. monday CRM ist ein eigenständiges Produkt innerhalb des monday-Ökosystems und bietet unter anderem Lead-, Kontakt-, Deal- und Kommunikationsmanagement. Es wird separat bepreist.

Kann monday.com Gantt?

Ja. Timeline- und Gantt-Ansichten sind aktuell ab dem Standard-Plan enthalten.

Wie funktionieren monday Automations?

Automatisierungen verbinden Auslöser und Aktionen, beispielsweise einen Statuswechsel mit einer Benachrichtigung oder einer neuen Aufgabe. Die Anzahl ausführbarer Actions hängt vom Tarif ab.

Hat monday.com AI?

Ja. Zu den aktuellen AI-Funktionen gehören unter anderem Sidekick, AI Columns, Meeting Notetaker, AI Workflows, Agents und der App Builder monday vibe. Verfügbarkeit und Credits hängen vom Tarif ab.

Ist monday.com für kleine Unternehmen geeignet?

Ja, besonders wenn mehrere Workflows zentralisiert und automatisiert werden sollen. Für sehr kleine Teams mit ausschließlich einfacher Aufgabenverwaltung kann eine schlankere Lösung günstiger und unkomplizierter sein.

Wie sind die monday.com Bewertungen?

Auf Capterra wird monday AI Work Platform aktuell mit 4,6 von 5 bei mehr als 6.000 Bewertungen geführt. Häufig positiv genannt werden Anpassbarkeit, Projektübersicht und Automatisierungen; Kritik betrifft unter anderem Pricing und die Lernkurve komplexer Funktionen. Auf Trustpilot fällt das Bild insbesondere bei Support, Billing und Kündigung deutlich kritischer aus.