Yello im Check: Klassischer Stromtarif oder smarter Tarif?

Yello Strom, Gas, Smart Meter und E-Auto-Laden als unterschiedliche Energielösungen für Zuhause
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Yello kennen viele noch als den ziemlich gelben Stromanbieter aus der Werbung.

2026 ist das Angebot deutlich breiter. Neben klassischem Haushaltsstrom und Gas gibt es inzwischen einen variablen Stromtarif mit festen Sparzeiten, einen dynamischen Tarif mit börsenabhängigen Preisen, Wärmestrom und mehrere Lösungen rund ums Laden von Elektroautos.

Damit wird Yello interessanter — aber auch erklärungsbedürftiger.

Denn die Frage lautet nicht mehr nur: „Ist Yello günstig?” Bei Strom und Gas hängt der konkrete Preis ohnehin von Postleitzahl, Verbrauch und gewählter Vertragsvariante ab. Wichtiger ist, welches Preismodell zu deinem Alltag passt.

Möchtest du deinen Strompreis möglichst gut planen, ist ein klassischer Tarif mit Preisgarantie naheliegender. Hast du ein Smart Meter und kannst Waschmaschine, Wallbox oder andere größere Verbraucher gezielt zu bestimmten Zeiten laufen lassen, werden variable oder dynamische Modelle interessanter.

Für diesen Check habe ich das aktuelle Strom- und Gasangebot von Yello, die flexiblen Tarife, Smart-Meter-Voraussetzungen, Autostrom, App-Funktionen und öffentlich sichtbares Kundenfeedback miteinander abgeglichen.

Mein Eindruck vorweg: Yello ist besonders interessant, weil du inzwischen zwischen mehreren ziemlich unterschiedlichen Tariflogiken wählen kannst. Das macht einen Vergleich sinnvoller als die Suche nach einem einzigen „besten Yello Tarif”.

Verschaffe dir einen Überblick über Strom, Gas und flexible Energietarife von Yello →

Was ist Yello eigentlich?

Yello Strom gibt es seit 1999 und gehört zur EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Das Unternehmen mit Sitz in Köln ist vor allem Vertriebs- und Marketinggesellschaft: Yello erzeugt Strom und Gas nicht selbst, sondern kauft Energie ein und vertreibt sie an seine Kundinnen und Kunden.

Das Angebot ist inzwischen deutlich breiter als bei einem klassischen Stromlieferanten.

Aktuell gehören unter anderem dazu:

  • Haushaltsstrom
  • variable Stromtarife
  • dynamische Stromtarife
  • Gas
  • Wärmestrom
  • Autostrom
  • Solarlösungen über Partner
  • digitale Vertragsverwaltung über die Yello App und Mein Yello

Für den normalen Haushalt sind vor allem die ersten sechs Punkte relevant.

Klassischer Yello Strom: die planbarste Variante

Der klassische Haushaltsstrom ist der unkomplizierteste Einstieg.

Yello liefert hier aktuell 100 Prozent Ökostrom aus europäischen erneuerbaren Energiequellen. Nach Angaben des Anbieters besteht der ausgewiesene Mix aus 90 Prozent erneuerbarem Strom und 10 Prozent Solarstrom; technisch wird der Verbrauch über entsprechende Herkunftsnachweise bilanziert.

Bei der Tarifauswahl spielen vor allem drei Dinge eine Rolle:

dein Jahresverbrauch, deine Postleitzahl und die gewünschte Vertrags- beziehungsweise Preisgarantie.

Yello bietet je nach aktuell verfügbarer Konfiguration unterschiedliche Laufzeiten und Netto-Preisgarantien von beispielsweise 12 oder 24 Monaten an. Welche Kombination für deine Adresse tatsächlich angeboten wird, siehst du erst nach Eingabe von PLZ und Verbrauch im Tarifrechner.

Das ist wichtig: Es gibt keinen bundesweit einheitlichen Yello-Strompreis.

Ein Haushalt in Köln kann einen anderen Arbeitspreis und Grundpreis sehen als ein vergleichbarer Haushalt in München.

Deshalb würde ich hier auch keine einzelne Cent-pro-kWh-Zahl als allgemeine Orientierung nennen.

Für wen passt der klassische Tarif?

Für Menschen, die Strom möglichst wenig Aufmerksamkeit schenken möchten.

Du zahlst einen festen beziehungsweise innerhalb der gewählten Garantie weitgehend planbaren Preis, musst keine Börsenkurse beobachten und deine Waschmaschine nicht nachts um drei starten.

Gerade Haushalte mit relativ gleichmäßigem Verbrauch und ohne große flexible Verbraucher wie E-Auto oder Wärmepumpe brauchen oft auch gar nicht mehr Komplexität.

Klassischer Yello Stromtarif mit Ökostrom, Preisgarantie und digitaler Verwaltung in der Yello App

Berechne deinen persönlichen Yello Haushaltsstrom-Tarif anhand von Postleitzahl und Jahresverbrauch →

Variabler Stromtarif: zwei Preise statt Börsenlotterie

Der variable Tarif ist für mich das interessanteste Zwischenmodell.

Er ist flexibler als ein klassischer Festpreistarif, aber deutlich leichter planbar als ein vollständig dynamischer Stromtarif.

Yello arbeitet aktuell mit zwei festen Zeitzonen:

Sparzeit: täglich von 0 bis 6 Uhr und von 10 bis 16 Uhr.

Normalzeit: von 6 bis 10 Uhr und von 16 bis 24 Uhr.

In der Sparzeit gilt ein niedrigerer Arbeitspreis. Die beiden Preise sind laut aktuellem Angebot für zwölf Monate festgelegt.

Das Prinzip ist ziemlich leicht zu verstehen.

Wenn du dein E-Auto nachts lädst, den Geschirrspüler mittags laufen lässt oder im Homeoffice größere Verbraucher gezielt in diese Fenster schieben kannst, nutzt du häufiger den günstigeren Preis.

Du musst dafür aber nicht jede Stunde neu überlegen, ob Strom gerade teuer oder günstig ist.

Smart Meter ist Pflicht

Für den variablen Tarif brauchst du ein intelligentes Messsystem, also einen Smart Meter.

Nur damit lässt sich erfassen, wie viel Strom tatsächlich während Spar- und Normalzeit verbraucht wurde.

Falls noch kein Smart Meter installiert ist, gibt Yello aktuell an, den Einbau nach Tarifabschluss anzustoßen. Bis das System vollständig eingerichtet ist, kann ein Übergangstarif gelten. Der Prozess kann je nach Netzgebiet mehrere Monate dauern.

Infografik zum variablen Yello Stromtarif mit Sparzeit von 0 bis 6 Uhr und 10 bis 16 Uhr

Prüfe den variablen Yello Stromtarif mit festen Sparzeiten und Smart-Meter-Einbau →

Dynamischer Stromtarif: mehr Flexibilität, mehr Preisrisiko

Der dynamische Tarif geht einen Schritt weiter.

Hier gibt es nicht zwei vorher festgelegte Preise. Der Strompreis orientiert sich am Strommarkt und verändert sich im Tagesverlauf.

Yello beschreibt das Modell so: Du zahlst den jeweils relevanten Börsenstrompreis plus weitere festgelegte Preisbestandteile. Ein Smart Meter ist auch hier Voraussetzung, weil dein Verbrauch zeitlich genau zugeordnet werden muss.

Der Vorteil liegt auf der Hand.

Wenn Strom an der Börse günstig ist und du genau dann viel verbrauchst, kannst du von niedrigen Preisen profitieren.

Der Nachteil genauso.

Teure Stunden werden nicht einfach verschwinden.

Für wen ergibt dynamischer Strom Sinn?

Vor allem für Haushalte mit hohem, verschiebbarem Verbrauch.

Ein Elektroauto ist dafür ein gutes Beispiel. Wenn du ohnehin mehrere tausend Kilowattstunden zusätzlich lädst und dein Auto automatisiert in günstigen Stunden Strom ziehen kann, haben kleine Preisunterschiede deutlich mehr Gewicht.

Ähnlich kann es bei einer Wärmepumpe oder einem Home-Energy-Management-System aussehen.

Wer dagegen hauptsächlich Kühlschrank, Laptop, Fernseher und ein paar Lampen betreibt, hat wesentlich weniger Verbrauch, den er wirklich flexibel verschieben kann.

Ich würde den dynamischen Tarif deshalb nicht allein wählen, weil er „smarter” klingt.

Du brauchst auch einen Alltag, der diese Flexibilität tatsächlich nutzt.

Vergleich von variablem Yello Stromtarif mit festen Zeitfenstern und dynamischem Tarif mit börsenabhängigen Preisen

Sieh dir den dynamischen Yello Stromtarif an und prüfe, ob dein Verbrauch flexibel genug für Börsenpreise ist →

Variabel oder dynamisch: Was ist der praktische Unterschied?

Eigentlich lässt es sich auf eine Tabelle reduzieren:

Variabler TarifDynamischer Tarif
Preislogikzwei feste Zeitfensterorientiert sich am Börsenpreis
Planbarkeithöherniedriger
Smart Meter nötigjaja
Verbrauch verschieben sinnvolljabesonders wichtig
Preisschwankungbegrenzterstärker
Besonders interessant fürE-Auto, Homeoffice, planbare Gerätehohe flexible Lasten, automatisiertes Energiemanagement

Der variable Tarif ist für mich der einfachere Einstieg in flexible Strompreise.

Du weißt jeden Tag genau, wann Sparzeit ist.

Der dynamische Tarif verlangt mehr Aufmerksamkeit beziehungsweise Automatisierung, bietet dafür aber die Möglichkeit, tatsächliche Marktbewegungen stärker auszunutzen.

Yello Gas: deutlich klassischer

Beim Gasangebot wird es wieder unkomplizierter.

Du gibst Postleitzahl und Jahresverbrauch ein und bekommst den für deine Region verfügbaren Tarif angezeigt.

Yello bietet derzeit unterschiedliche Laufzeiten beziehungsweise Preisgarantien an. Auf der Gas-Seite nennt das Unternehmen unter anderem Varianten mit 12 Monaten oder längerer Preisgarantie von bis zu 24 Monaten.

Auch hier besteht der Preis im Wesentlichen aus:

Grundpreis + Verbrauchspreis pro Kilowattstunde.

Einen allgemein gültigen Yello-Gaspreis gibt es deshalb ebenfalls nicht.

Strom und Gas kombinieren

Wer beides bei Yello abschließt, kann je nach aktueller Aktion einen Kombivorteil beziehungsweise eine zusätzliche Prämie bekommen.

Solche Boni würde ich aber nie zum wichtigsten Auswahlkriterium machen.

Bei Energieverträgen zählt der Gesamtpreis über die relevante Vertragslaufzeit mehr als ein auffälliger Bonus auf der Landingpage.

Yello Strom und Gas als kombinierte Energietarife für einen Haushalt

Berechne den aktuell verfügbaren Yello Gastarif für deine Adresse und deinen Jahresverbrauch →

Yello App: sinnvoller als die typische Energieanbieter-App

Die Yello App ist mehr als nur ein Ort für PDF-Rechnungen.

Du kannst dort unter anderem:

  • deinen Verbrauch verfolgen
  • Zählerstände melden beziehungsweise per Kamera erfassen
  • Abschläge anpassen
  • Rechnungen einsehen
  • Vertragsinformationen verwalten
  • Verbrauchsprognosen ansehen

Alternativ gibt es mit „Mein Yello” weiterhin ein webbasiertes Kundenportal.

Bei klassischen Tarifen ist das hauptsächlich Komfort.

Bei variablen und dynamischen Stromtarifen wird die App wichtiger, weil zeitabhängiger Verbrauch stärker zum Produkt gehört.

Gerade dort finde ich den digitalen Ansatz sinnvoll.

Ein flexibler Tarif, bei dem du Verbrauch und Preiszeiten nur über komplizierte PDF-Abrechnungen nachvollziehen kannst, wäre ziemlich am Thema vorbei.

Autostrom: hier werden flexible Tarife besonders interessant

Beim Elektroauto ergibt die Yello-Produktwelt deutlich mehr Sinn als bei einem Haushalt mit niedrigem Standardverbrauch.

Yello bündelt aktuell mehrere Möglichkeiten:

  • variablen Stromtarif für günstigeres Laden in festen Zeitfenstern
  • spezielle Netztarife für steuerbare Wallboxen
  • Autostrom für öffentliches Laden
  • App beziehungsweise Ladekarte für unterwegs

Beim öffentlichen Autostrom arbeitet Yello mit EnBW zusammen und nennt derzeit Zugang zu einem großen europäischen Ladenetz.

Für zuhause wird es besonders interessant, wenn dein Auto regelmäßig über Nacht an einer Wallbox hängt.

Dann kannst du einen erheblichen Teil deines jährlichen Stromverbrauchs bewusst in günstigere Zeiten verlagern.

Wer gerade erst über Wallbox, Stromtarif und separate Zähler nachdenkt, findet die Grundlagen in unserem E-Auto zu Hause laden: Tarife und Wallboxen erklärt.

Elektroauto an einer Wallbox mit Yello Autostrom und flexiblem Stromtarif für Zuhause

Vergleiche Yello Autostrom für Wallbox und öffentliches Laden →

Was ist mit Wärmepumpe und Nachtspeicherheizung?

Auch dafür bietet Yello spezielle Wärmestromlösungen.

Ein Wärmestromtarif kommt grundsätzlich infrage, wenn du mit einer Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizung heizt und die technischen Voraussetzungen für die entsprechende Messung beziehungsweise Anmeldung beim Netzbetreiber erfüllt sind.

Yello weist außerdem darauf hin, dass alternativ ein variabler Stromtarif interessant sein kann, wenn sich die Wärmepumpe gezielt während günstiger Zeitfenster betreiben lässt.

Hier würde ich aber nicht einfach den Tarif mit dem niedrigsten Arbeitspreis auswählen.

Bei Wärmepumpen können Messkonzept, separater Zähler, Netzentgelte und Steuerbarkeit einen großen Unterschied machen.

Und Yello Solar?

Yello ist inzwischen auch im Solarbereich aktiv.

Das Unternehmen vermittelt gemeinsam mit Fachpartnern individuell geplante Photovoltaikanlagen zum Kauf oder zur Miete beziehungsweise Pacht. Dabei können Speicher, Energiemanagement und Wallbox Teil des Pakets sein.

Für diesen Review würde ich Solar trotzdem nicht zum Hauptthema machen.

Der Kern von Yello bleibt für normale Haushalte die Energiebelieferung. Wer eine komplette PV-Anlage plant, sollte Angebote ohnehin separat vergleichen und nicht automatisch beim eigenen Stromlieferanten unterschreiben.

Wie funktioniert der Wechsel zu Yello?

Der eigentliche Anbieterwechsel ist relativ standardisiert.

Du gibst im Tarifrechner deine Postleitzahl und deinen geschätzten beziehungsweise bisherigen Jahresverbrauch an.

Danach zeigt Yello den verfügbaren Tarif, Grundpreis, Arbeitspreis und gegebenenfalls Bonus beziehungsweise Preisgarantie.

Wenn du bestellst, gibst du die Daten zu deinem bisherigen Vertrag und deiner Lieferstelle an.

Yello kann die Kündigung beim bisherigen Anbieter im normalen Wechselprozess übernehmen. Der neue Vertrag startet erst, wenn der vorherige Liefervertrag beendet und der Lieferantenwechsel mit dem Netzbetreiber geklärt ist.

Ich würde vor Abschluss trotzdem immer selbst prüfen:

Vertragsende, Kündigungsfrist, bisherigen Jahresverbrauch und Zählernummer beziehungsweise Marktlokations-ID.

Je sauberer diese Angaben sind, desto weniger Gründe gibt es später für Verzögerungen.

Was sagen Kundinnen und Kunden über Yello?

Das öffentliche Feedback ist gemischt genug, dass ich den aktuellen Trustpilot-Gesamtwert bewusst nicht als Qualitätsargument verwenden würde.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, findet die Yello Erfahrungen direkt bei Trustpilot. Bei positiven Bewertungen tauchen häufig ein unkomplizierter Anbieterwechsel, übersichtliche Tarifdarstellung und die App beziehungsweise digitale Vertragsverwaltung auf.

Die kritischeren Stimmen konzentrieren sich aktuell stärker auf Kundenservice und Kommunikation. Genannt werden unter anderem Schwierigkeiten, einen persönlichen Ansprechpartner zu erreichen, längere Bearbeitungszeiten bei Rechnungs- oder Vertragsproblemen sowie Frust mit automatisierten Servicewegen.

Das ist für mich ein wichtiger Unterschied.

Wer einen Standardfall hat und möglichst viel selbst über App und Kundenportal regeln möchte, dürfte mit dem digitalen Modell besser klarkommen.

Wenn dir dagegen wichtig ist, bei einem komplizierten Abrechnungsproblem sofort jemanden telefonisch zu erreichen, würde ich diesen Punkt vor Vertragsabschluss stärker gewichten.

Yello: Vorteile und offene Punkte

Was mir gefällt

  • klassische und flexible Stromtarife unter einer Marke
  • 100 Prozent ausgewiesener Ökostrom bei den aktuellen Haushaltsstromtarifen
  • variabler Tarif als relativ verständlicher Einstieg in flexible Strompreise
  • dynamischer Tarif für Haushalte mit stark verschiebbarem Verbrauch
  • Smart-Meter-Einbau wird bei den flexiblen Tarifen aktuell unterstützt
  • sinnvolle Kombination mit E-Auto und Wallbox
  • Gas und Wärmestrom ebenfalls verfügbar
  • App mit Verbrauch, Abschlag, Rechnungen und Zählerständen
  • webbasiertes Kundenportal als Alternative zur App
  • verschiedene Preisgarantie- und Laufzeitmodelle bei klassischen Tarifen
  • als EnBW-Tochter ein etablierter Anbieter

Was du vorher wissen solltest

  • konkrete Strom- und Gaspreise hängen von PLZ, Verbrauch und Tarifwahl ab
  • Boni und Aktionen können sich jederzeit ändern
  • dynamische Tarife können auch teure Stunden haben
  • variable und dynamische Modelle brauchen ein Smart Meter
  • Smart-Meter-Installation kann Zeit benötigen
  • flexible Tarife lohnen sich stärker, wenn du Verbrauch tatsächlich verschieben kannst
  • bei komplexeren Servicefällen fällt das öffentliche Kundenfeedback gemischt aus
  • ein hoher Neukundenbonus sagt wenig über die langfristigen Gesamtkosten aus

Für wen passt welcher Yello Tarif?

Du willst einfach Strom und möglichst wenig darüber nachdenken

Dann würde ich zuerst den klassischen Haushaltsstrom anschauen.

Preisgarantie wählen, Konditionen mit anderen Anbietern vergleichen und fertig.

Du kannst Verbrauch zuverlässig in bestimmte Zeitfenster verschieben

Dann ist der variable Tarif spannend.

Die festen Sparzeiten machen ihn wesentlich einfacher als ein vollständig dynamisches Modell.

Du hast E-Auto, Wärmepumpe oder Energiemanagement und willst Preise aktiv nutzen

Dann kann der dynamische Tarif besser zu deinem Setup passen.

Aber nur, wenn dein Verbrauch wirklich flexibel genug ist.

Du heizt mit Gas

Dann bleibt der klassische Gastarif relevant. Hier würde ich vor allem Grundpreis, Arbeitspreis, Preisgarantie und Gesamtpreis für deinen Jahresverbrauch vergleichen.

Du lädst dein E-Auto zuhause

Dann würde ich Yellos variable, dynamische und spezielle Autostrom-/Netztarife gegeneinander rechnen.

Gerade bei hohem Ladebedarf ist nicht unbedingt der Standard-Haushaltsstrom die interessanteste Variante.

Yello im Vergleich zu anderen Energieanbietern

Ich würde Yello nicht nur mit einem einzigen Konkurrenten vergleichen.

Je nach Tarifmodell sieht die Konkurrenz unterschiedlich aus.

Beim klassischen Haushaltsstrom treten sehr viele bundesweite Anbieter gegeneinander an.

Bei dynamischem Strom sind spezialisierte Digitalanbieter wie Tibber oder Ostrom stärker relevant.

Bei Autostrom wiederum spielen Wallbox, Smart Meter und steuerbare Verbrauchseinrichtungen eine größere Rolle als die reine Marke.

Yellos Stärke liegt für mich deshalb weniger darin, in jeder Kategorie automatisch der günstigste Anbieter zu sein.

Interessanter ist, dass du innerhalb einer Marke zwischen klassisch, zeitvariabel, dynamisch und E-Auto-orientiert wechseln beziehungsweise vergleichen kannst.

Preis-Leistung: Ohne Postleitzahl gibt es keine seriöse Antwort

Bei einem Shop kann man einen festen Produktpreis vergleichen.

Bei Strom funktioniert das nicht.

Ein Haushalt mit 1.800 kWh Verbrauch in einer Stadt und ein Einfamilienhaus mit E-Auto, Wärmepumpe und 8.000 kWh Jahresverbrauch kaufen zwar beide „Strom”, wirtschaftlich sind das aber völlig unterschiedliche Fälle.

Deshalb würde ich Yello auch nicht pauschal als günstig oder teuer einordnen.

Entscheidend sind:

  • Arbeitspreis
  • Grundpreis
  • Verbrauch
  • Preisgarantie
  • Laufzeit
  • Bonus
  • Smart-Meter-Kosten beziehungsweise deren Übernahme
  • und bei flexiblen Tarifen dein tatsächliches Verbrauchsprofil

Der Tarifrechner ist hier keine Marketing-Spielerei, sondern tatsächlich notwendig.

Fazit: Yello ist interessanter geworden, aber nicht jeder braucht einen smarten Tarif

Yello ist 2026 deutlich mehr als ein klassischer Stromanbieter.

Den normalen Haushaltsstrom würde ich vor allem Menschen ansehen lassen, die einen relativ unkomplizierten Wechsel mit digitaler Verwaltung und wählbarer Preisgarantie möchten.

Spannender finde ich aber inzwischen die flexiblen Modelle.

Der variable Tarif mit festen Sparzeiten ist ein ziemlich verständlicher Kompromiss: Du bekommst günstigere Zeitfenster, musst aber nicht ständig Börsenpreise verfolgen.

Der dynamische Tarif geht weiter und kann besonders bei E-Auto, Wärmepumpe oder automatisiertem Energiemanagement interessant werden. Dafür musst du auch mit stärker schwankenden Preisen umgehen können.

Beim Gas bleibt Yello wesentlich klassischer.

Und die App ist tatsächlich ein Pluspunkt, wenn du Zählerstand, Abschlag, Rechnung und Verbrauch lieber selbst digital verwaltest.

Der größte Vorbehalt liegt für mich beim Servicebild. Das öffentliche Feedback zeigt neben vielen unkomplizierten Wechseln auch Kritik an Erreichbarkeit und Bearbeitung komplexerer Anliegen.

Meine Einschätzung: Yello passt besonders gut, wenn du Energie digital verwalten möchtest und einen Tarif nach deinem tatsächlichen Verbrauchsverhalten auswählst — nicht einfach nach dem größten Bonus auf der Startseite.

Prüfe die aktuell für deine Adresse verfügbaren Yello Tarife und vergleiche Strom, Gas und flexible Modelle →

Häufig gestellte Fragen zu Yello

Ist Yello ein eigener Stromanbieter?

Ja. Vertragspartner ist die Yello Strom GmbH mit Sitz in Köln. Yello gehört als Tochterunternehmen zur EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

Ist Yello Strom Ökostrom?

Die aktuellen Haushaltsstromtarife von Yello werden als 100 Prozent Strom aus erneuerbaren europäischen Energiequellen angeboten. Yello nennt dabei derzeit 10 Prozent Solarstrom und 90 Prozent weiteren erneuerbaren Strom.

Was kostet Strom bei Yello?

Das lässt sich nicht bundesweit mit einer einzigen Zahl beantworten. Preis und Abschlag hängen unter anderem von Postleitzahl, Jahresverbrauch und gewähltem Tarif ab.

Was ist der Unterschied zwischen variablem und dynamischem Yello Strom?

Der variable Tarif nutzt zwei feste Preiszonen am Tag. Der dynamische Tarif orientiert sich dagegen an den wechselnden Preisen des Strommarkts. Für beide Modelle ist ein Smart Meter erforderlich.

Brauche ich für den dynamischen Tarif einen Smart Meter?

Ja. Ein intelligentes Messsystem ist Voraussetzung, damit dein Verbrauch zeitlich korrekt erfasst und abgerechnet werden kann.

Was sind die Sparzeiten beim variablen Yello Tarif?

Aktuell gelten täglich 0 bis 6 Uhr sowie 10 bis 16 Uhr als Sparzeit. Von 6 bis 10 Uhr und 16 bis 24 Uhr gilt Normalzeit.

Kann ich bei Yello auch Gas abschließen?

Ja. Yello bietet Gastarife mit unterschiedlichen Laufzeit- beziehungsweise Preisgarantieoptionen an. Die konkreten Preise werden anhand von PLZ und Jahresverbrauch berechnet.

Hat Yello einen Tarif für Elektroautos?

Ja. Yello bietet mehrere E-Mobility-Lösungen, darunter variable beziehungsweise spezielle Netztarife für das Laden zuhause sowie Autostrom für öffentliche Ladepunkte.

Was kann die Yello App?

Unter anderem Verbrauch anzeigen, Zählerstände erfassen, Abschläge anpassen, Rechnungen einsehen und Vertragsinformationen verwalten. Für flexible Stromtarife hilft sie zusätzlich beim Überblick über Verbrauch und Preiszeiten.