Ein Geschäftskonto ist selten das Problem. Nervig wird meistens alles drumherum: Rechnungen schreiben, Belege zusammensuchen, Zahlungen zuordnen, Unterlagen für die Buchhaltung exportieren und irgendwann feststellen, dass eine geschäftliche Ausgabe noch über die private Karte gelaufen ist.
Qonto versucht genau diese Dinge zusammenzubringen. Hinter dem digitalen Geschäftskonto steckt inzwischen weniger eine klassische Banking-App als eine kleine Finanzzentrale für Selbstständige und Unternehmen: deutsche IBAN, Überweisungen, Firmenkarten, E-Rechnungen, Belegmanagement, DATEV- und Lexware-Anbindung, Unterkonten, Teamzugänge und Möglichkeiten, Kundenzahlungen direkt anzunehmen.
Das klingt nach ziemlich viel – und genau deshalb ist die interessante Frage nicht, ob Qonto viele Funktionen hat. Interessanter ist, wie viele davon du tatsächlich brauchst.
Für einen Freelancer mit zehn Rechnungen im Monat kann bereits ein kleiner Tarif reichen. Sobald mehrere Mitarbeitende Karten brauchen, Rechnungen freigeben oder Ausgaben verschiedenen Budgets zugeordnet werden sollen, wird Qonto deutlich spannender. Wer dagegen regelmäßig Bargeld einzahlt oder persönlichen Filialservice möchte, passt weniger gut ins Konzept: Bargeldeinzahlungen unterstützt Qonto aktuell nicht.
Für diesen Artikel habe ich die aktuelle deutsche Qonto-Version, Preise und Tariflimits, Karten, Rechnungs- und Buchhaltungsfunktionen, Zahlungsannahme, Sicherheit, Support und öffentlich zugängliche Kundenbewertungen geprüft.
So habe ich Qonto bewertet
Bei einem Geschäftskonto würde ich nicht nur auf die monatliche Grundgebühr schauen. Ein Konto für fünf Euro weniger bringt wenig, wenn Rechnungen, Belege und Buchhaltung anschließend auf drei andere Programme verteilt werden müssen.
Für meine Einschätzung waren deshalb fünf Dinge besonders wichtig: laufende Kosten, Banking-Funktionen, Rechnungs- und Buchhaltungsorganisation, Team- und Kartenverwaltung sowie die Frage, wie einfach sich Qonto in einen normalen Unternehmensalltag integrieren lässt.
Was ist Qonto eigentlich?
Qonto ist ein vollständig digitaler Anbieter für Geschäftskonten und Finanzmanagement. Qonto SA ist rechtlich ein französisches reguliertes Zahlungsinstitut, keine klassische deutsche Filialbank. In Deutschland arbeitet das Unternehmen über seine Berliner Zweigniederlassung und steht unter gemeinsamer Aufsicht der französischen ACPR und der BaFin.
Das Konto besitzt eine deutsche IBAN und richtet sich an unterschiedliche Unternehmensformen. Qonto bietet Lösungen unter anderem für Freiberufler, Einzelunternehmen, GmbH, UG, GbR und weitere Gesellschaftsformen. Für GmbH- und UG-Gründungen kann außerdem die Einzahlung des Stammkapitals über Qonto abgewickelt werden.
Die eigentliche Stärke ist aber nicht die IBAN. Die bekommst du auch anderswo. Qonto versucht, möglichst viele Aufgaben direkt um das Konto herum zu erledigen: Rechnungen erstellen, Belege erfassen, Ausgaben analysieren, Steuerberater einbinden, Unterkonten führen und Mitarbeiterkarten verwalten.
Welcher Qonto Tarif passt zu dir?
Qonto teilt das Angebot grob in Tarife für Selbstständige beziehungsweise kleinere Unternehmen und umfangreichere Teamtarife auf.
Neu ist der kostenlose Starter-Tarif, der sich speziell an Freiberufler und Einzelunternehmen richtet. Darüber liegen Basic, Smart und Premium. Für größere Teams gibt es Essential, Business und Enterprise.
Die folgenden Preise sind der aktuelle monatliche Gegenwert bei jährlicher Abrechnung und jeweils exklusive Mehrwertsteuer. Eine monatliche Abrechnung ist ebenfalls möglich.
| Tarif | Preis | Besonders interessant für | Was du bekommst |
|---|---|---|---|
| Starter | 0 € | Freelancer mit sehr wenig Kontobewegung | 5 Überweisungen, 1 virtuelle Karte |
| Basic | 9 € | Kleine Selbstständigkeit | 30 Überweisungen, 1 physische + 2 virtuelle Karten |
| Smart | 19 € | Aktive Selbstständige und kleine Unternehmen | 100 Überweisungen, 1 Unterkonto, 2 physische + 50 virtuelle Karten |
| Premium | 39 € | Höheres Transaktionsvolumen | 200 Überweisungen, 4 Unterkonten, Priority-Support |
| Essential | 49 € | Kleine Teams | 250 Überweisungen, 5 physische Karten, unbegrenzte Teammitglieder |
| Business | 109 € | Wachsende Teams | 500 Überweisungen, 10 physische Karten |
| Enterprise | 199 € | Größere Organisationen | bis 10.000 Überweisungen, 30 physische Karten, bis 99 Unterkonten |
Starter: kostenlos, aber wirklich nur für kleine Abläufe
0 Euro klingt attraktiv. Der Starter-Tarif ist aber bewusst knapp gehalten: fünf Überweisungen pro Monat und eine virtuelle Karte. Eine physische Karte gehört nicht standardmäßig zum Paket. Dafür sind bereits eine deutsche IBAN, E-Rechnungsfunktionen und die Synchronisierung mit DATEV beziehungsweise Lexware enthalten.
Passt zu dir, wenn: deine Selbstständigkeit noch klein ist und nur wenige Zahlungen über das Konto laufen.
Eher nicht, wenn: regelmäßig Lieferanten, Freelancer, Versicherungen oder andere Geschäftsausgaben bezahlt werden. Fünf Überweisungen sind schneller aufgebraucht, als es zunächst klingt.
Basic: der unkomplizierte Einstieg mit echter Karte
Basic kostet aktuell 9 Euro netto pro Monat bei jährlicher Abrechnung. Hier kommen 30 Überweisungen, eine physische Mastercard und zwei virtuelle Karten dazu. Außerdem gehören Zahlungslinks, Tap to Pay beziehungsweise POS-Funktionen und der 24/7-Support zum Paket.
Für einen Solo-Selbstständigen mit überschaubarem Zahlungsverkehr kann das völlig ausreichen.
Smart: für mich der interessanteste Solo-Tarif
Smart kostet 19 Euro netto und erweitert Basic um ein Unterkonto, 100 Überweisungen, zwei physische Karten und bis zu 50 virtuelle Karten. Dazu kommen Cashflow-Prognosen sowie ein direkterer Zugang für Buchhalter und weitere Buchhaltungsintegrationen.
Das Unterkonto ist beispielsweise praktisch, wenn du Umsatzsteuer oder andere Rücklagen vom laufenden Geld trennen möchtest. Qonto-Unterkonten besitzen jeweils eine eigene IBAN.
Passt zu dir, wenn: dein Business bereits regelmäßig Rechnungen, Software-Abos und andere Ausgaben produziert und du nicht mehr alles über ein einziges Konto organisieren möchtest.
Premium und die Teamtarife: erst interessant, wenn das Business mitwächst
Premium erhöht vor allem Limits und Kontrolle: vier Unterkonten, 200 Überweisungen, zusätzliche Instant Cards und Priority-Support gehören dazu.
Bei Essential beginnt dann das eigentliche Team-Setup. Du kannst unbegrenzt viele Teammitglieder hinzufügen, individuelle Rollen vergeben, fünf physische Karten ausgeben und Budgets beziehungsweise Spesen zentral verwalten. Business und Enterprise erhöhen diese Grenzen weiter.
Mein Rat wäre deshalb: Nicht vorsorglich für den größten Tarif zahlen. Bei Qonto lässt sich relativ klar erkennen, wann ein Upgrade notwendig wird – nämlich dann, wenn du an Transaktions-, Karten- oder Teamgrenzen stößt.

Rechnungen und Buchhaltung sind der eigentliche Grund, Qonto interessant zu finden
Eine Mastercard und SEPA-Überweisungen sind 2026 kein besonderes Verkaufsargument mehr. Spannender wird Qonto bei der Büroarbeit rund um das Konto.
Du kannst Kundenrechnungen direkt erstellen und versenden, Zahlungseingänge verfolgen und Lieferantenrechnungen zentral verwalten. Auch strukturierte E-Rechnungen lassen sich verarbeiten. Qonto bietet außerdem Integrationen beziehungsweise Datensynchronisierung mit DATEV und Lexware.
Das Thema ist inzwischen relevanter als noch vor ein paar Jahren. Seit Januar 2025 müssen inländische Unternehmen grundsätzlich in der Lage sein, E-Rechnungen zu empfangen. Für die verpflichtende Ausstellung gelten noch Übergangsfristen; das Bundesfinanzministerium erklärt die aktuellen E-Rechnungsregeln und Fristen hier.
Im Alltag gefällt mir an Qonto vor allem die Idee, dass Konto und Beleg nicht zwei voneinander getrennte Welten sind. Geschäftliche Ausgaben können direkt einer Transaktion zugeordnet werden, und Teammitglieder können Belege über die App erfassen.
Das klingt banal, spart aber genau die Art von Arbeit, die am Monatsende normalerweise aus „Wo ist eigentlich die Rechnung von diesem Abo?“ besteht.
Wer bereits eine vollständige Buchhaltungssoftware verwendet, braucht deshalb nicht automatisch jede Qonto-Funktion. Die Integrationen können trotzdem interessant sein, weil Kontodaten nicht ständig manuell exportiert und wieder importiert werden müssen.

Firmenkarten: besonders praktisch, sobald andere Geld ausgeben
Bei Qonto gibt es physische und virtuelle Mastercard-Karten. Die normale One Card ist in den entsprechenden Tarifen enthalten und lässt sich mit individuellen Zahlungslimits versehen. Zusätzlich bietet Qonto die kostenpflichtige Plus Card und die Metallkarte X Card an.
Die aktuelle Kartenübersicht nennt für die One Card ein monatliches Zahlungslimit von bis zu 20.000 Euro. Die Plus Card kostet aktuell 8 Euro pro Monat und erhöht unter anderem Limits und Versicherungsleistungen; die X Card kostet 20 Euro pro Monat und bietet unter anderem höhere Limits und keine Qonto-Wechselgebühr auf Fremdwährungszahlungen.
Für Solo-Selbstständige sind diese Premiumkarten eher optional. Interessanter wird die Kartenverwaltung bei Teams.
Statt Mitarbeitende einen Einkauf privat bezahlen zu lassen und drei Wochen später eine Spesenabrechnung einzureichen, kannst du Firmenkarten mit eigenen Limits, Ausgabenkategorien und Budgets vergeben. Qonto zeigt die Transaktionen anschließend direkt im Konto an.
Das ist für Agenturen, Start-ups oder kleine Teams wahrscheinlich wertvoller als eine Metallkarte.
Qonto kann inzwischen auch Zahlungen deiner Kunden annehmen
Qonto ist nicht mehr nur die Seite, von der Geld weggeht. Unternehmen können auch Kartenzahlungen über Zahlungslinks, Tap to Pay oder eigene POS-Terminals annehmen.
Für Kartenzahlungen vor Ort nennt Qonto aktuell 0,8 Prozent Transaktionsgebühr für EU-Karten von Visa und Mastercard sowie 2,6 Prozent für Nicht-EU- und Geschäftskarten. Eine monatliche Terminalmiete gibt es nicht. Die Geräte kosten aktuell einmalig 99 Euro für das Pocket-Terminal beziehungsweise 199 Euro für das Pro-Modell mit Belegdrucker.
Das ist besonders interessant, wenn du beispielsweise einen kleinen Laden, ein Studio, einen Marktstand oder ein Dienstleistungsbusiness betreibst und Konto sowie Karteneinnahmen möglichst in derselben Umgebung verwalten möchtest.

Der größte praktische Haken: Bargeld passt nicht wirklich zu Qonto
Qonto ist konsequent digital. Das ist angenehm, solange dein Unternehmen ebenfalls so arbeitet.
Bargeldeinzahlungen sind aktuell nicht möglich. Qonto selbst nennt als Grund die Konzentration auf digitale Zahlungsprozesse.
Für Freelancer, Agenturen, Beratungen, SaaS-Unternehmen oder Onlinehändler dürfte das kaum stören.
Für Gastronomie, Einzelhandel oder andere Unternehmen mit regelmäßigen Bareinnahmen kann es dagegen ein ziemlich entscheidender Nachteil sein. Ein Geschäftskonto sollte schließlich nicht dazu führen, dass du für einen normalen Teil deines Umsatzes noch ein zweites Konto brauchst.
Bargeld abheben kannst du mit den physischen Karten. Die Konditionen unterscheiden sich nach Kartentyp: Die One Card beinhaltet aktuell eine kostenlose Abhebung, Plus fünf und X unbegrenzt; zusätzliche Abhebungen mit One beziehungsweise Plus kosten entsprechend den aktuellen Kartenbedingungen extra.
Wie sicher ist das Geld bei Qonto?
Hier lohnt sich eine etwas genauere Formulierung, weil Qonto rechtlich kein klassisches deutsches Kreditinstitut ist.
Qonto SA ist ein von der französischen ACPR zugelassenes Zahlungsinstitut und wird in Deutschland zusätzlich von der BaFin beaufsichtigt. Kundengelder werden nach Angaben von Qonto entsprechend den regulatorischen Vorgaben geschützt. Ein Teil wird bei Partnerbanken gehalten oder in qualifizierte Geldmarktfonds investiert.
Für Gelder, die bei den genannten Partnerbanken liegen, beschreibt Qonto eine Absicherung bis 100.000 Euro pro Bank und Kunde über den französischen Einlagensicherungsfonds FGDR. Weitere Zahlungskontobestände werden nach Angaben des Unternehmens über unabhängige Garantien abgesichert. Das ist also etwas anders aufgebaut als das klassische Girokonto direkt bei einer deutschen Bank.
Zum Vergleich erklärt die BaFin die klassische gesetzliche Einlagensicherung für Banken hier.
Auf technischer Seite bietet Qonto unter anderem starke Kundenauthentifizierung, 3D Secure, konfigurierbare Kartenlimits, Geräteschutz und eine Verifizierung des Zahlungsempfängers bei Überweisungen.
Für mich ist der wichtigste Punkt deshalb nicht „Ist Qonto eine klassische Bank?“, sondern ob dir diese Struktur für dein Unternehmen zusagt. Wer ausdrücklich eine deutsche Filialbank mit klassischem Einlagengeschäft möchte, sollte das bei der Auswahl berücksichtigen.
Kundenservice: einer der auffälligsten Pluspunkte
Qonto wirbt mit einem rund um die Uhr erreichbaren Kundenservice per Chat, E-Mail und Telefon. Der Basic-Tarif und die höheren Pläne führen den 24/7-Support ausdrücklich als Leistung auf; Premium ergänzt Priority-Support.
Interessanter ist, dass sich dieses Versprechen auch relativ deutlich in den öffentlichen Bewertungen wiederfindet.
Auf Trustpilot erreicht Qonto zum Zeitpunkt meines Checks 4,8 von 5 Punkten bei 58.498 Bewertungen. 90 Prozent der abgegebenen Bewertungen sind Fünf-Sterne-Bewertungen. Wichtig dabei: Das Trustpilot-Profil umfasst Qonto insgesamt und ist nicht ausschließlich auf deutsche Kunden beschränkt.
In aktuellen Rezensionen werden besonders häufig schnelle Antworten, unkomplizierte Unterstützung und ein einfacher digitaler Prozess positiv beschrieben. Auch einzelne deutsche Bewertungen loben die Unterstützung bei Gründung und Kontoeröffnung.
Natürlich gibt es auch Problemfälle. Einzelne negative Rezensionen berichten beispielsweise von verzögerten oder vorübergehend blockierten Zahlungen und frustrierenden Prüfprozessen. Bei einem regulierten Finanzdienst können Compliance-Prüfungen grundsätzlich vorkommen; für ein Unternehmen ist eine verzögerte Zahlung trotzdem unangenehm.
Unterm Strich ist das öffentliche Bewertungsbild aber ungewöhnlich stark – besonders bei der Menge an Rezensionen.
Qonto: Vor- und Nachteile
What We Loved
- Kostenloser Starter-Tarif für Freiberufler und Einzelunternehmen
- Deutsche IBAN und vollständig digitale Kontoeröffnung
- Rechnungsstellung und E-Rechnungsfunktionen direkt integriert
- DATEV- und Lexware-Anbindungen erleichtern die Zusammenarbeit mit der Buchhaltung
- Unterkonten mit eigener IBAN für Steuern, Budgets oder Rücklagen
- Gute Karten- und Ausgabenkontrolle für Teams
- POS-Terminals, Tap to Pay und Zahlungslinks können Kundenzahlungen direkt ins System bringen
- Sehr starkes öffentliches Bewertungsbild und 24/7-Support
What Could Be Better
- Keine Bargeldeinzahlungen
- Starter ist mit fünf Überweisungen sehr knapp
- Preise werden netto ausgewiesen und größere Teamtarife werden schnell deutlich teurer
- Qonto ist ein reguliertes Zahlungsinstitut und keine klassische deutsche Filialbank
- Premiumkarten und manche erweiterten Funktionen kosten zusätzlich
Für wen eignet sich Qonto?
Qonto passt besonders gut zu digital arbeitenden Selbstständigen und kleinen Unternehmen, die Konto, Rechnungen und vorbereitende Buchhaltung nicht mehr auf mehrere Tools verteilen möchten.
Für Freelancer finde ich Starter interessant, solange wirklich nur sehr wenige Zahlungen anfallen. Wer regelmäßig geschäftlich zahlt und eine physische Karte möchte, dürfte mit Basic deutlich entspannter arbeiten.
Smart ist für mich der interessanteste Tarif, sobald die Selbstständigkeit nicht mehr ganz klein ist. Das Unterkonto für Rücklagen, mehr Überweisungen und die erweiterten Buchhaltungsfunktionen sind Dinge, die im Alltag tatsächlich einen Unterschied machen können.
Qonto wird noch sinnvoller, wenn mehrere Personen Geld ausgeben. Teamkarten, Rollen, Budgets und Belegmanagement lösen ein konkretes Problem: Mitarbeitende müssen nicht ständig privat vorstrecken und die Buchhaltung muss weniger hinter fehlenden Belegen herlaufen.
Weniger passend ist das Konto für Unternehmen mit vielen Bareinnahmen oder für Menschen, die ihre Bankgeschäfte bewusst persönlich in einer Filiale erledigen möchten.
Qonto vs. Alternativen
| Anbieter | Besonders interessant für | Was ihn von Qonto unterscheidet |
|---|---|---|
| Qonto | Selbstständige und Teams, die Banking und Finanzverwaltung verbinden möchten | Besonders starke Rechnungs-, Buchhaltungs- und Teamfunktionen |
| Finom | Selbstständige und kleine Unternehmen | Ebenfalls stark auf digitales Finanzmanagement und E-Rechnungen ausgerichtet |
| N26 Business | Freelancer und Solo-Selbstständige | Einfacheres Banking, günstige Premiumtarife, weniger auf komplexe Teams ausgelegt |
| Revolut Business | International arbeitende Unternehmen | Stärkerer Fokus auf Multi-Währung und internationale Finanzabläufe |
Finom bietet ebenfalls einen kostenlosen Einstiegstarif für Solo-Selbstständige sowie kostenpflichtige Geschäftskonten und kombiniert Banking mit Rechnungs- und Finanztools.
N26 Business ist besonders interessant, wenn du allein arbeitest und vor allem ein unkompliziertes digitales Geschäftskonto möchtest. Business Standard ist aktuell kostenlos; Smart kostet 4,90 Euro pro Monat, Go 9,90 Euro und Metal 16,90 Euro.
Revolut Business beginnt aktuell bei 10 Euro pro Monat und ist stärker auf internationale Unternehmen zugeschnitten. Schon der Basic-Plan unterstützt das Senden und Empfangen von mehr als 30 Währungen.
Qonto würde ich von diesen Optionen vor allem dann wählen, wenn deutsche Buchhaltungsabläufe, Rechnungen und Team-Ausgaben stärker im Mittelpunkt stehen als besonders umfangreiche Fremdwährungsfunktionen.
Fazit: Qonto ist am besten, wenn dein Konto auch Büroarbeit übernehmen soll
Qonto ist kein Geschäftskonto, das nur versucht, eine Bankfiliale aufs Smartphone zu verkleinern. Der interessantere Ansatz ist, möglichst viele Aufgaben direkt um das Konto herum zu erledigen.
Rechnung geschrieben? Sie kann im selben System verwaltet werden. Geschäftsausgabe bezahlt? Der Beleg lässt sich direkt der Transaktion zuordnen. Eine Mitarbeiterin braucht eine Karte? Du kannst Limits setzen, ohne dass sie private Ausgaben vorstrecken muss. Dein Steuerberater braucht Daten? Dafür gibt es eigene Zugänge und Integrationen.
Genau deshalb finde ich Qonto für Freelancer, Agenturen, kleine Unternehmen und wachsende Teams ziemlich überzeugend.
Der kostenlose Starter-Tarif ist ein guter Einstieg, aber schnell zu klein. Basic funktioniert für einen überschaubaren Solo-Alltag, während Smart für mich das deutlich rundere Paket ist, sobald regelmäßig Rechnungen und Zahlungen zusammenkommen. Für Teams beginnt das wirklich interessante Qonto-Erlebnis mit Essential.
Die größten Einschränkungen sind ebenso klar: Bargeld passt nicht zum Konzept, größere Tarife sind kein Schnäppchen und Qonto ist rechtlich ein Zahlungsinstitut statt einer klassischen deutschen Bank.
Dafür sind die Funktionen ziemlich konsequent auf einen modernen Geschäftsalltag zugeschnitten. Und die sehr guten Kundenbewertungen sprechen dafür, dass insbesondere der Support nicht nur auf der Produktseite gut aussieht.
Meine redaktionelle Einschätzung: Wenn du lediglich eine IBAN und eine Karte brauchst, gibt es günstigere und simplere Lösungen. Wenn dein Geschäftskonto gleichzeitig Rechnungen, Belege, Buchhaltung und Team-Ausgaben ordnen soll, gehört Qonto zu den interessanteren Angeboten.
Häufig gestellte Fragen zu Qonto
Ist Qonto eine Bank?
Nicht im klassischen rechtlichen Sinn. Qonto SA ist ein von der französischen ACPR zugelassenes Zahlungsinstitut. Die deutsche Zweigniederlassung steht zusätzlich unter Aufsicht der BaFin.
Gibt es Qonto kostenlos?
Ja. Der Starter-Tarif kostet aktuell 0 Euro und richtet sich an Freiberufler und Einzelunternehmen. Enthalten sind eine deutsche IBAN, fünf Überweisungen pro Monat und eine virtuelle Karte.
Was kostet Qonto?
Bei jährlicher Abrechnung beginnen die kostenpflichtigen Tarife derzeit bei 9 Euro netto monatlich für Basic. Smart kostet 19 Euro, Premium 39 Euro. Teamtarife starten mit Essential bei 49 Euro netto pro Monat. Eine monatliche Abrechnung ist ebenfalls möglich.
Hat Qonto eine deutsche IBAN?
Ja. Die deutschen Qonto-Geschäftskonten werden mit deutscher IBAN angeboten.
Kann ich bei Qonto Bargeld einzahlen?
Nein. Bargeldeinzahlungen werden aktuell nicht unterstützt. Qonto konzentriert sich auf digitale Zahlungsprozesse.
Kann ich mit Qonto E-Rechnungen erstellen?
Ja. E-Rechnungsfunktionen sind bereits im kostenlosen Starter-Tarif enthalten. In höheren Tarifen kommen zusätzliche Rechnungs-, Cashflow- und Buchhaltungsfunktionen hinzu.
Funktioniert Qonto mit DATEV?
Ja. Qonto bietet verschiedene DATEV-Anbindungen und ermöglicht die Synchronisierung von Kontodaten für die Buchhaltung. Im Smart-Tarif und darüber stehen zusätzliche Buchhaltungszugänge und Integrationen zur Verfügung.
Kann ich mit Qonto Kartenzahlungen meiner Kunden annehmen?
Ja. Dafür bietet Qonto unter anderem Tap to Pay, Zahlungslinks und eigene POS-Terminals an. Für EU-Karten nennt Qonto aktuell eine Transaktionsgebühr ab 0,8 Prozent.
Für wen ist Qonto am besten geeignet?
Am stärksten ist Qonto für digital arbeitende Selbstständige und Unternehmen, die neben dem Konto auch Rechnungen, Belege, Buchhaltung oder Teamausgaben an einem Ort verwalten möchten. Für Unternehmen mit regelmäßigem Bargeldgeschäft ist ein Anbieter mit Bargeldeinzahlung wahrscheinlich praktischer.