Es gibt Küchenprodukte, bei denen man über 200 Euro ausgibt und trotzdem kaum jemand danach fragt. Und dann gibt es HexClad: diese dunklen Pfannen mit ihrem auffälligen Wabenmuster, die inzwischen ziemlich unverkennbar aussehen.
Die Idee dahinter ist tatsächlich interessanter als das Design. HexClad versucht, Eigenschaften von Edelstahl und Antihaft-Kochgeschirr in einer Hybridoberfläche zusammenzubringen. Erhabene Edelstahlstrukturen sollen stärkeres Anbraten ermöglichen, während die tieferliegenden Bereiche mit der keramischen TerraBond-Antihaftbeschichtung versehen sind. Laut Hersteller ist die aktuelle Beschichtung PFAS-frei. Die Pfannen sind außerdem induktionsgeeignet, spülmaschinenfest, für Metallbesteck freigegeben und ohne Glasdeckel bis 480 °C ofenfest.
Das klingt fast ein bisschen zu perfekt. Der Preis holt einen allerdings schnell zurück auf den Küchenboden: Eine einzelne 30-cm-Pfanne kostet aktuell 199 Euro ohne Deckel, größere Sets liegen bei mehreren hundert Euro.
Deshalb ist bei HexClad nicht die Frage, ob das Kochgeschirr interessant aussieht. Die wichtigere Frage ist: Welche HexClad-Produkte lohnen sich wirklich – und wann bezahlst du hauptsächlich dafür, möglichst viele Teile aus derselben Serie im Schrank zu haben?
Was ist an HexClad eigentlich „hybrid“?
Eine klassische Edelstahlpfanne und eine klassische Antihaftpfanne lösen unterschiedliche Probleme ziemlich gut.
Edelstahl verträgt hohe Temperaturen und eignet sich gut für kräftiges Anbraten, verlangt beim Kochen aber etwas mehr Technik. Eine Antihaftpfanne ist bei Eiern, empfindlichem Fisch oder schnellen Alltagsgerichten bequemer, ihre Beschichtung macht sie dafür normalerweise weniger universell.
HexClad versucht, zwischen diesen Welten zu sitzen.
Das sichtbare Wabenmuster besteht aus erhöhten Edelstahlrippen. Dazwischen befinden sich mit TerraBond beschichtete Bereiche. Nach Angaben des Herstellers wurde die aktuelle keramische Beschichtung auf verschiedene PFAS-Verbindungen untersucht; die geprüften Werte lagen unterhalb der Nachweisgrenze.
Das bedeutet trotzdem nicht, dass sich HexClad wie eine komplett glatte Antihaftpfanne verhält. Der Hersteller empfiehlt sogar ausdrücklich, das Kochgeschirr vor dem ersten Einsatz mit etwas Öl einzubrennen und beim Kochen weiterhin Fett zu verwenden. Außerdem soll mit eher moderater Hitze gestartet werden, weil das Kochgeschirr schnell warm wird.
Genau diese Erwartung würde ich vor dem Kauf richtig setzen: HexClad ist kein magischer Mittelweg, bei dem du Edelstahl-Power bekommst und anschließend jedes Ei völlig fettfrei aus der Pfanne gleitet.
Es ist Hybrid-Kochgeschirr, nicht die Abschaffung aller physikalischen Regeln.
Welche HexClad-Produkte würde ich mir genauer ansehen?
Das deutsche Sortiment ist inzwischen groß genug, dass ein kompletter Katalog wenig hilfreich wäre. Neben Bratpfannen gibt es Woks, Sautépfannen, Kasserollen, Bräter, Spezialkochgeschirr, Messer, Mühlen und verschiedene Bundles.
Für den Einstieg sind diese sechs Produkte beziehungsweise Sets für mich am relevantesten.
HexClad Hybrid-Pfanne mit Deckel, 25 cm: am sinnvollsten für 1–2 Personen
Die 25-cm-Pfanne ist für mich der logischste Einstieg, wenn du HexClad ausprobieren möchtest und hauptsächlich für eine oder zwei Personen kochst.
HexClad selbst positioniert diese Größe für kleinere Portionen wie Eier, Koteletts oder schnelle Alltagsgerichte. Die Pfanne wiegt rund 1,11 kg; der Glasdeckel besitzt einen Dampfauslass und ist bis 200 °C ofenfest.
Der Vorteil gegenüber der noch kleineren 20-cm-Version ist für mich die Flexibilität. 25 cm sind kompakt genug fürs Frühstück, aber nicht sofort zu klein, sobald zwei Portionen gleichzeitig in die Pfanne sollen.
Mit Deckel kannst du außerdem Gemüse nachgaren, kleinere Schmorgerichte zubereiten oder Speisen warmhalten. Gerade wenn du nicht zehn verschiedene Pfannen besitzen möchtest, macht das Paket mehr Sinn als eine sehr spezielle Mini-Größe.
Der Haken bleibt der Preis. Für eine einzelne 25-cm-Pfanne mit Deckel sind 189 Euro eine Ansage. In dieser Preisklasse konkurriert HexClad nicht mit günstigen beschichteten Pfannen, sondern mit hochwertigem Kochgeschirr, das du über viele Jahre nutzen möchtest.
Preis: 189,00 €

HexClad Hybrid-Pfanne mit Deckel, 30 cm: der Allrounder für Familienküchen
Wenn du regelmäßig für mehrere Personen kochst, würde ich eher zur 30-cm-Version gehen.
Die Pfanne bietet laut HexClad genug Fläche für mehrere Steaks oder Lachsfilets und ist entsprechend stärker auf Familienessen und größere Portionen ausgelegt. Ohne Deckel wiegt sie rund 1,36 kg.
30 cm sind auch deshalb interessant, weil du damit nicht nur klassisch braten kannst. Gemüsepfannen, größere Pastagerichte oder ein ordentliches Sonntagsfrühstück funktionieren auf der größeren Fläche deutlich entspannter.
Du bezahlst allerdings auch für diese Flexibilität. Ohne Deckel kostet die 30-cm-Pfanne aktuell 199 Euro, mit Deckel 219 Euro.
Für mich ist die Version mit Deckel trotzdem die sinnvollere Wahl, wenn die Pfanne dein Haupt-Allrounder werden soll. 20 Euro Aufpreis sind im Verhältnis zum Gesamtpreis überschaubar, und der Deckel erweitert die Einsatzmöglichkeiten deutlich.
Preis: 219,00 €

Hybrid-Sautépfanne mit Deckel, 4,3 Liter: mein Favorit für One-Pot-Gerichte
Nicht jede Küche braucht drei unterschiedlich große flache Pfannen. Eine tiefe Sautépfanne kann im Alltag viel vielseitiger sein.
Die 4,3-Liter-Version hat hohe, relativ gerade Seiten und ist laut Hersteller zum Anbraten, Schmoren, Braten, Frittieren und für größere One-Pot-Gerichte gedacht. Der höhere Rand hält Flüssigkeit und Zutaten deutlich besser in der Pfanne als eine klassische flache Bratpfanne.
Ich sehe sie besonders bei Currys, Pasta-Saucen, Risotto-ähnlichen Gerichten, größeren Gemüsepfannen und Rezepten, bei denen nach dem Anbraten noch Flüssigkeit hinzukommt.
Wenn du ohnehin meistens Gerichte kochst, bei denen am Ende alles zusammen in einer Pfanne landet, kann diese Form sogar sinnvoller sein als die klassische 30-cm-Bratpfanne.
Der Nachteil: Mit 1,57 kg ohne Deckel gehört sie nicht zu den ultraleichten Pfannen. Mit Glasdeckel kommt entsprechend noch Gewicht dazu.
Preis: 209,00 €
Hybrid-Wok mit Deckel, 30 cm: für große Pfannengerichte und viel Gemüse
Beim Wok würde ich kurz die Erwartung korrigieren: Wer einen hauchdünnen traditionellen Carbonstahl-Wok sucht, der innerhalb von Sekunden brutal heiß wird, kauft hier ein anderes Konzept.
Der 30-cm-Hybrid-Wok ist vielmehr eine tiefe Allroundpfanne mit HexClads Hybridoberfläche. Er ist rund 8 bis 9 cm tief und für große Portionen, Wokgerichte, Pasta, Suppen und One-Pot-Rezepte konzipiert.
Das macht ihn interessant für Menschen, die viel Gemüse, gebratenen Reis, Nudelpfannen oder größere Mengen für Meal Prep kochen. Durch den höheren Rand kannst du Zutaten leichter bewegen, ohne dass die halbe Paprika auf dem Herd landet.
Besonders attraktiv finde ich ihn deshalb nicht als Ersatz für einen authentischen asiatischen Wok, sondern als sehr große, tiefe Alltagspfanne.
Mit Deckel kostet er aktuell sogar weniger als die 30-cm-Bratpfanne mit Deckel.
Preis: 189,00 €

7-teiliges Hybrid-Kochgeschirr-Set: der sinnvollere Komplett-Einstieg
Wer direkt mehrere HexClad-Teile möchte, landet ziemlich schnell bei den Sets.
Das 7-teilige Kochgeschirr-Set mit Deckeln und Wok kostet aktuell 529 Euro. Der von HexClad angegebene Gesamtwert der Einzelteile liegt bei 751 Euro. Aktionspreise können sich natürlich ändern.
Der entscheidende Punkt ist für mich nicht die Prozentzahl neben dem Preis, sondern ob du alle enthaltenen Größen tatsächlich benutzt. Ein Set ist nur dann günstiger, wenn die Komponenten nicht anschließend unberührt im Schrank stehen.
Gerade für jemanden, der seine alte Küchenausstattung ohnehin komplett ersetzen möchte, finde ich dieses Paket aber plausibler als direkt das größte Set. Du bekommst verschiedene Pfannengrößen und einen Wok und deckst damit bereits einen ziemlich großen Teil des normalen Kochalltags ab.
Wenn du dagegen schon zwei gute Töpfe besitzt, würde ich eher einzelne HexClad-Pfannen ergänzen.
Preis: 529,00 €

13-teiliges Hybrid-Kochgeschirr-Set: für den kompletten Neustart, nicht für Neugierige
Das große 13-teilige Set ist die Variante, bei der ich am stärksten fragen würde, ob du wirklich alles brauchst.
Aktuell kostet es 849 Euro; HexClad nennt einen addierten Einzelwert von 1.308 Euro. Damit ist das Set gegenüber dem Einzelkauf deutlich günstiger – allerdings nur, wenn genau diese Zusammenstellung zu deiner Küche passt.
Für einen Haushalt, der gerade neu einzieht oder vorhandenes Kochgeschirr fast vollständig austauschen möchte, kann das bequem sein. Optisch passt alles zusammen, und du musst dich nicht durch sechs verschiedene Hersteller und Beschichtungen arbeiten.
Für jemanden, der HexClad erst kennenlernen möchte, wären mir 849 Euro dagegen zu viel Commitment. In dem Fall würde ich mit einer 25- oder 30-cm-Pfanne starten und erst später ergänzen.
Preis: 849,00 €
Welche HexClad-Pfanne würde ich zuerst kaufen?
Für die meisten Haushalte würde ich nicht mit dem größten Set anfangen.
Wenn du allein oder zu zweit kochst, ist die 25-cm-Pfanne mit Deckel der vernünftigere Testballon. Für Familien oder größere Portionen halte ich die 30-cm-Pfanne für universeller.
Wer sehr häufig One-Pot-Gerichte kocht, bekommt mit der 4,3-Liter-Sautépfanne sogar noch mehr Flexibilität. Und wenn dein Essen hauptsächlich aus Gemüsepfannen, Pasta, Reisgerichten und größeren Portionen besteht, würde ich den Wok ernsthaft gegen die klassische Pfanne abwägen.
Das große Set lohnt sich dagegen hauptsächlich, wenn du bewusst ein komplettes Kochgeschirr-System möchtest, nicht einfach nur „irgendwas von HexClad ausprobieren“.
Wie alltagstauglich ist HexClad?
HexClad gibt das Hybrid-Kochgeschirr für Gas, Elektro, Ceran und Induktion frei. Die Pfannen sind spülmaschinenfest, wobei der Hersteller in seiner Pflegeanleitung zusätzlich die Reinigung mit warmem Seifenwasser und einem weichen Schwamm empfiehlt.
Auch Metallbesteck ist laut Hersteller erlaubt. Das ist gegenüber vielen klassischen Antihaftpfannen ein praktischer Vorteil, weil du nicht ständig überlegen musst, ob der falsche Pfannenwender gerade die Beschichtung ruiniert.
Trotzdem würde ich „robust“ nicht mit „unzerstörbar“ übersetzen.
HexClad schließt bei der lebenslangen Herstellergarantie unter anderem Schäden durch übermäßige Hitze, falsche Reinigung, falsche Lagerung, unsachgemäße Utensilien und fehlendes Einbrennen aus. Rein optische Gebrauchsspuren gelten ebenfalls nicht automatisch als Garantiefall.
Das Kochgeschirr verlangt also durchaus etwas Pflege und korrekte Nutzung.
Ein weiterer Punkt ist das Gewicht. Die 30-cm-Pfanne bringt rund 1,36 kg ohne Deckel auf die Waage, die 4,3-Liter-Sautépfanne rund 1,57 kg. Wer besonders leichtes Kochgeschirr bevorzugt oder Schwierigkeiten mit schweren Pfannen hat, sollte das nicht unterschätzen.
Preis-Leistung: HexClad ist Premium – Punkt
Hier würde ich nichts schönreden: HexClad ist teuer.
149 Euro für eine 20-cm-Pfanne, 199 Euro für die 30-cm-Pfanne ohne Deckel und mehrere hundert Euro für Sets positionieren die Marke klar oberhalb des normalen Massenmarkts.
Der Preis lässt sich deshalb nicht damit rechtfertigen, dass du „eine Antihaftpfanne“ bekommst. Dafür gibt es sehr viel günstigere Optionen.
Du bezahlst für die Kombination aus Hybridoberfläche, robuster Konstruktion, hoher Ofentauglichkeit, markantem Design und einer Produktfamilie, die sich vom kleinen Bratpfannen-Setup bis zum kompletten Kochgeschirr-Set ausbauen lässt.
Ich sehe den besten Gegenwert deshalb bei Leuten, die wirklich häufig kochen und die Vielseitigkeit regelmäßig nutzen.
Für jemanden, der zweimal pro Woche Nudeln macht und gelegentlich ein Ei brät, wäre mir HexClad schlicht zu teuer.
Versand nach Deutschland: angenehm einfach
Der EU-Shop verschickt aktuell kostenlos in alle Länder der Europäischen Union. Für Lieferadressen innerhalb der EU sind die auf der Website ausgewiesenen Preise inklusive Mehrwertsteuer; zusätzliche Zollgebühren fallen bei Waren aus dem EU-Shop nicht an.
Das ist bei einem Set für 500 oder 800 Euro vielleicht kein Kaufgrund, aber immerhin musst du nicht noch eine separate Versandpauschale dazurechnen.
Rückgabe: 30 Tage, aber den Rückversand zahlst du
HexClad bietet aktuell eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie. Für eine Rückgabe wird ein Kaufbeleg benötigt. Innerhalb der EU lässt sich über das Rücksendeportal ein Label erstellen.
Wichtig ist allerdings der kleine Stern daneben: Die Kosten des Rückversands trägst du selbst.
Bei einer einzelnen Pfanne ist das überschaubarer als bei einem großen 13-teiligen Paket, aber gerade bei mehreren schweren Kochgeschirrteilen würde ich diesen Punkt vor der Bestellung im Hinterkopf behalten.
Einen Umtausch sieht HexClad laut Rückgaberichtlinie grundsätzlich für defekte oder beschädigte Produkte vor. Zusätzlich gibt es eine 14-tägige Preisgarantie für Käufe direkt über hexclad.eu: Sinkt dort der Preis des gekauften Artikels innerhalb dieser Frist, kann die Differenz entsprechend den Bedingungen erstattet werden.
Was bedeutet die „lebenslange Garantie“ wirklich?
Das Wort klingt erst einmal so, als könntest du die Pfanne 2048 völlig zerkratzt einschicken und einfach eine neue verlangen.
So funktioniert es natürlich nicht.
Die lebenslange Garantie gilt für Herstellungsfehler. Sie ist nicht übertragbar und setzt voraus, dass das Produkt neu direkt bei HexClad oder bei einem autorisierten Händler erworben beziehungsweise entsprechend verschenkt wurde. Auch hier musst du den Kaufnachweis aufbewahren.
Nicht abgedeckt sind beispielsweise normaler optischer Verschleiß oder Schäden durch falsche Verwendung. Bei einem anerkannten Garantiefall ersetzt HexClad das betroffene Produkt; laut Garantiebedingungen trägt der Kunde grundsätzlich die Rücksendekosten.
Die Garantie ist damit ein Pluspunkt, aber keine Vollkaskoversicherung gegen jede Form von Gebrauch.
Was sagen Kunden über HexClad?
Das öffentliche Bewertungsbild ist insgesamt sehr positiv.
Auf Trustpilot steht HexClad beim aktuellen Check bei 4,6 von 5 Punkten aus mehr als 6.800 Bewertungen. 85 Prozent entfallen aktuell auf fünf Sterne. Das Profil bezieht sich allerdings auf HexClad insgesamt und nicht ausschließlich auf Bestellungen über den deutschen EU-Shop.
In neueren deutschen Rezensionen werden besonders Verarbeitung, Kochgefühl und Kundenservice positiv erwähnt. Auffällig sind auch Berichte über unkompliziert bearbeitete Garantieanfragen und Ersatzlieferungen.
Kritik gibt es trotzdem. Einzelne Käufer berichten beispielsweise davon, dass die Antihaftwirkung mit der Zeit nachgelassen habe oder dass sie vom Preis-Leistungs-Verhältnis enttäuscht waren. Gerade deshalb finde ich es sinnvoll, HexClad nicht als „Antihaft für immer“ zu betrachten, sondern als hochwertiges Hybrid-Kochgeschirr mit eigenen Pflegeanforderungen.
Positiv ist wiederum, dass HexClad laut Trustpilot aktuell auf sämtliche negativen Bewertungen antwortet und üblicherweise innerhalb von 24 Stunden reagiert.
HexClad: Vor- und Nachteile
What We Loved
- Hybridkonzept verbindet Edelstahlbereiche mit keramischer Antihaftbeschichtung
- Aktuelle TerraBond-Beschichtung wird als PFAS-frei ausgewiesen
- Für Induktion und andere gängige Herdarten geeignet
- Pfannen ohne Glasdeckel sind bis 480 °C ofenfest
- Spülmaschinenfest und laut Hersteller für Metallbesteck geeignet
- Viele Größen vom kleinen Haushalt bis zu großen Familienportionen
- Sets und Einzelteile lassen sich flexibel kombinieren
- Kostenloser Versand innerhalb der EU
- 30 Tage Rückgabemöglichkeit
- Lebenslange Herstellergarantie auf entsprechende Produktionsfehler
- Sehr gutes öffentliches Bewertungsbild
What Could Be Better
- Deutlich teurer als normales Antihaft-Kochgeschirr
- Rücksendekosten werden bei einer normalen Rückgabe nicht übernommen
- Die Pfannen sind vergleichsweise schwer
- Einbrennen und korrekte Hitzeführung bleiben wichtig
- Die lebenslange Garantie deckt normalen Verschleiß und Fehlgebrauch nicht ab
- Wer nur selten kocht, wird den hohen Preis schwerer rechtfertigen können
Für wen lohnt sich HexClad?
HexClad passt besonders gut zu dir, wenn du häufig kochst und keine Lust darauf hast, für jeden Anwendungsfall eine komplett andere Pfanne zu besitzen.
Die Hybridoberfläche ist vor allem für Menschen interessant, die bei Edelstahl die Robustheit und das Anbraten mögen, sich im Alltag aber etwas mehr Antihaftkomfort wünschen.
Auch wenn du von Anfang an ein optisch und technisch einheitliches Kochgeschirr-System aufbauen möchtest, ist HexClad interessant. Pfannen, Sautépfannen, Woks und Töpfe folgen derselben Grundidee, sodass du später relativ einfach ergänzen kannst.
Weniger sinnvoll finde ich die Marke für Gelegenheitköche. Wenn deine Pfanne hauptsächlich für Rührei am Sonntag genutzt wird, ist eine Ausgabe von 150 bis über 200 Euro schwer zu begründen.
Welche Alternativen gibt es zu HexClad?
| Marke | Besonders interessant für | Unterschied zu HexClad |
|---|---|---|
| HexClad | Hybrid-Kochgeschirr und vielseitige Allrounder | Edelstahlstruktur plus keramische Antihaftbereiche |
| WMF | Klassisches Edelstahl-Kochgeschirr und breite Auswahl | Deutscher Mainstream mit vielen unterschiedlichen Serien |
| Fissler | Hochwertige Töpfe und Edelstahlpfannen | Stärker klassisch auf Edelstahl und langlebige Kochsysteme ausgerichtet |
| Le Creuset | Gusseisen und Schmorgerichte | Schwerer, traditioneller und deutlich stärker auf Gusseisen fokussiert |
| Tefal | Klassische Antihaftpfannen zu zugänglicheren Preisen | Günstigerer Einstieg und stärkerer Fokus auf traditionelle Beschichtungen |
Ich würde HexClad nicht automatisch über diese Marken stellen. Es löst schlicht eine andere Kaufentscheidung.
Wenn du möglichst unkomplizierte Antihaftleistung für wenig Geld suchst, ist HexClad wahrscheinlich Overkill. Wer echtes Edelstahlkochen bevorzugt, kann ebenfalls günstiger beziehungsweise klassischer einsteigen.
HexClad wird interessant, wenn genau die Hybrididee das ist, was dir in deiner bisherigen Küchenausstattung fehlt.
Fazit: HexClad ist teuer – aber nicht nur cleveres Marketing
Bei HexClad ist es leicht, in zwei extreme Lager zu rutschen.
Die einen sehen Gordon Ramsay, das Wabenmuster und die hohen Preise und erklären das Ganze sofort zum überteuerten Instagram-Kochgeschirr. Die anderen behandeln die Pfannen, als hätten sie Edelstahl, Gusseisen und Antihaftbeschichtung endgültig überflüssig gemacht.
Beides ist mir zu einfach.
Das Hybridkonzept hat einen nachvollziehbaren praktischen Nutzen: robuste Edelstahlstrukturen, keramisch beschichtete Bereiche, hohe Ofentauglichkeit und eine relativ unkomplizierte Reinigung in einem Kochgeschirr.
Dazu kommen kostenloser EU-Versand, 30 Tage Rückgabemöglichkeit und eine langfristige Herstellergarantie. Das sehr positive öffentliche Bewertungsbild ist ebenfalls ein Argument dafür, die Marke nicht nur als Social-Media-Hype abzutun.
Trotzdem bleibt der Preis hoch.
Meine erste Wahl wäre deshalb nicht das 849-Euro-Set. Für ein oder zwei Personen würde ich mit der 25-cm-Pfanne starten. Für Familien ist die 30-cm-Version der bessere Allrounder. Wer viel One-Pot kocht, sollte sich die Sautépfanne anschauen, und der 30-cm-Wok ist überraschend attraktiv, wenn du regelmäßig große Gemüse-, Reis- oder Nudelgerichte machst.
Die großen Sets lohnen sich dann, wenn du sowieso mehrere Teile brauchst. Ein Bundle nur wegen des vermeintlich hohen Rabatts zu kaufen, wäre dagegen ziemlich genau die Art von Küchenlogik, mit der am Ende drei unbenutzte Pfannen im hintersten Schrank landen.
Unterm Strich bekommt HexClad von mir eine klare Kaufempfehlung für ambitionierte Alltagsköche, die die Hybridoberfläche tatsächlich nutzen werden und bereit sind, für ein flexibles Kochgeschirr-System mehr auszugeben. Für den gelegentlichen Sonntagspfannkuchen gibt es vernünftigere Wege, 200 Euro auszugeben.
Häufig gestellte Fragen zu HexClad
Ist HexClad wirklich antihaftbeschichtet?
Ja. Die Hybridoberfläche kombiniert erhöhte Edelstahlbereiche mit beschichteten Vertiefungen. HexClad verwendet aktuell die keramische TerraBond-Antihaftbeschichtung. Der Hersteller empfiehlt trotzdem Einbrennen und die Verwendung einer gewissen Menge Öl beim Kochen.
Ist HexClad PFAS-frei?
HexClad bezeichnet seine aktuelle TerraBond-Keramikbeschichtung als PFAS-frei. Nach Angaben des Herstellers wurden verschiedene PFAS-Verbindungen unabhängig getestet und lagen unterhalb der jeweiligen Nachweisgrenze.
Funktioniert HexClad auf Induktion?
Ja. Das Hybrid-Kochgeschirr ist laut Hersteller für Induktionsherde sowie Gas-, Elektro- und andere gängige Kochfelder geeignet.
Darf HexClad in den Backofen?
Die Hybridpfannen selbst sind laut Hersteller bis 480 °C ofenfest. Glasdeckel besitzen niedrigere Temperaturgrenzen; bei mehreren aktuellen Modellen nennt HexClad 200 °C.
Kann HexClad in die Spülmaschine?
Ja, das Hybrid-Kochgeschirr wird als spülmaschinenfest angegeben. HexClad beschreibt in seiner Pflegeanleitung alternativ die Reinigung mit warmem Seifenwasser und einem weichen Schwamm.
Muss man HexClad einbrennen?
HexClad empfiehlt vor der ersten Nutzung ein kurzes Einbrennen mit ein bis zwei Teelöffeln Öl bei mittlerer bis niedriger Hitze. Laut Hersteller entwickelt sich die Oberfläche anschließend durch normales Kochen weiter.
Wie lange kann ich HexClad zurückgeben?
Für direkte Käufe über den EU-Shop gilt aktuell eine 30-tägige Rückgabemöglichkeit. Die Kosten des Rückversands trägt der Käufer.
Was deckt die lebenslange HexClad Garantie ab?
Sie gilt für Herstellungsfehler und ist nicht übertragbar. Normaler Verschleiß, rein optische Veränderungen und Schäden durch unsachgemäße Verwendung sind ausgeschlossen.
Welche HexClad-Pfanne eignet sich für den Einstieg?
Für ein bis zwei Personen halte ich die 25-cm-Pfanne für den ausgewogensten Einstieg. Wenn du regelmäßig für mehrere Personen kochst, bietet die 30-cm-Pfanne deutlich mehr Fläche. Wer hauptsächlich One-Pot-Gerichte zubereitet, kann direkt zur 4,3-Liter-Sautépfanne greifen.